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Weniger Aufträge - Schwaches Halbjahr im Maschinenbau

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Die Nachfrage nach Maschinen "Made in Germany" sinkt seit Jahresbeginn. Das Geschäft im Ausland schwächelt, aber auch aus dem Inland kommen weniger Bestellungen.

Die Maschinenbauer spüren einen deutlichen Abschwung. Archivbild
Die Maschinenbauer spüren einen deutlichen Abschwung. Archivbild
Quelle: Felix Kästle/dpa

Der Strukturwandel in der Autoindustrie, Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltwirtschaft bremsen die Geschäfte der deutschen Maschinenbauer. Im ersten Halbjahr gingen neun Prozent weniger Bestellungen bei der exportorientierten Industriebranche ein als im Vorjahreszeitraum, wie der Maschinenbauverband VDMA mitteilte.

Internationale Handelsstreitigkeiten, die Unwägbarkeiten des Brexits und politische Konflikte wie mit dem Iran sorgen für Unsicherheit.

Auslastungsgrad leicht über langjährigem Durchschnitt

Der Handelsstreit zwischen den USA und China war am Montag weiter eskaliert. Nur wenige Tage nach der Ankündigung neuer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump konterte China mit einer Abwertung seiner Währung.

Konjunkturexperte Olaf Wortmann sprach von einem enttäuschenden ersten Halbjahr: "Unsicherheit ist Gift für das Investitionsklima", sagte er. Zugleich bekommen die Maschinenbauer den tiefgreifenden Wandel ihres größten Kunden - der Autoindustrie - wegen der Elektromobilität zu spüren.

Zwar sind die Produktionskapazitäten der Maschinenbauer noch vergleichsweise gut ausgelastet. Der Auslastungsgrad liegt dem VDMA zufolge leicht über dem langjährigen Durchschnitt. Allerdings gaben 27 Prozent der Unternehmen den Angaben zufolge zuletzt an, sie könnten mehr produzieren, wenn sie mehr Aufträge hätten.

Von 2 Prozent plus zu 2 Prozent minus

Im Juni sank der Auftragseingang, bereinigt um Preiserhöhungen (real), um 5 Prozent. Es war der sechste Rückgang in Folge seit Jahresbeginn. Eine Trendwende scheint nicht in Sicht.

Der VDMA hatte jüngst seine Prognose für 2019 gekappt. Die Branche rechnet nun mit einem realen Produktionsrückgang von 2 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Schlüsselindustrie mit deutlich mehr als einer Million Beschäftigten noch ein Plus von gut 2 Prozent erzielt.

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