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Emissionsrückgang durch Ökostrom - Fünfzehn Prozent weniger CO2-Ausstoß als 2018

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Die CO2-Emissionen sinken dank erneuerbaren Energien. Insgesamt decken sie einen immer größeren Anteil unseres Stromverbrauchs. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Wetter.

Windräder
Die Windkraft ist der größte Ökostrom-Erzeuger.
Quelle: dpa

Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase ist bei der Stromerzeugung im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen. Von Januar bis Ende Juni wurde rund 15 Prozent weniger CO2 emittiert als im Vorjahreszeitraum, wie der Energieverband BDEW mitteilte. Demnach sanken nach ersten Berechnungen die CO2-Emissionen von 136 Millionen Tonnen auf voraussichtlich 116 Millionen Tonnen.

Der Verband führte diese Entwicklung auf verschiedene Faktoren zurück: Auf die milde Witterung, den gestiegenen CO2-Preis im Emissionshandel sowie einen Rekord bei den erneuerbaren Energien. Der Ökostrom-Anteil in Deutschland war im ersten Halbjahr 2019 auf ein Rekordhoch geklettert. Vor allem das windige Wetter führte dazu, dass die erneuerbaren Energien 44 Prozent des Stromverbrauchs deckten. Im Vorjahreszeitraum waren es 39 Prozent.

Windkraft der größte Erzeuger von Ökostrom

Mit 55,8 Milliarden Kilowattstunden war die Windkraft an Land erneut der größte Erzeuger von Ökostrom, ein Zuwachs von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Photovoltaikanlagen lieferten 24 Milliarden Kilowattstunden. Aus sonstigen Erneuerbaren Energien, dazu zählen vor allem Biomasse und Wasserkraft, stammten 36,7 Milliarden Kilowattstunden.

BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer sagte, der Rückgang der
CO2-Emissionen zeige erneut, dass die Energiewirtschaft massive Anstrengungen unternehme und Klimaziele erreiche. "Jetzt müssen auch der Verkehrs- und der Wärmesektor ihr Pflichtenheft für den Klimaschutz endlich erfüllen. Daher brauchen wir in diesen Sektoren eine wirksame CO2-Bepreisung."

Ringen um die CO2-Steuer

Die Bundesregierung will im September über Maßnahmen für mehr Klimaschutz entscheiden, um mittelfristige Klimaziele zu erreichen. Umstritten ist vor allem eine mögliche CO2-Bepreisung. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) will eine CO2-Steuer. Dies würde fossile Brennstoffe - also Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas - teurer machen. Schulze will zugleich einen sozialen Ausgleich. Weite Teile der Union sind gegen eine CO2-Steuer. Ende der kommenden Woche legen die "Wirtschaftsweisen" ein Gutachten zur CO2-Bepreisung im Auftrag der Regierung vor. Diese will sich damit bei der nächsten Sitzung des Klimakabinetts befassen, die voraussichtlich am 18. Juli stattfindet.

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