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Spendenrat stellt Studie vor - Bilanz: 2017 mehr Geld - weniger Spenden

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Weihnachten ist Spendenzeit: Laut GfK-Studie haben die Deutschen 2017 sogar tiefer in die Taschen gegriffen als im Vorjahr - Geld-Gaben für Flüchtlinge sind allerdings rückläufig.

Für Flüchtlinge geben Deutsche heuer weniger Geld in die Sammelbüchsen (Archivbild)
Für Flüchtlinge geben Deutsche heuer weniger Geld in die Sammelbüchsen (Archivbild) Quelle: dpa

Die Deutschen spendeten in diesem Jahr deutlich weniger für Flüchtlinge. Von Januar bis September beliefen sich die privaten Spenden für Flüchtlinge im In- und Ausland auf 285 Millionen Euro, das waren 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der Deutsche Spendenrat in Berlin mitteilte. Verstärkt werde dieser Effekt durch den Rückgang der Zahl der Spender um 17 Prozent, obwohl die Spendenhäufigkeit zunehme.

"Weniger im Fokus der Öffentlichkeit"

Insgesamt spendeten jüngere Menschen bis 29 Jahre, aber auch die 30 bis 39-Jährigen deutlich weniger Geld für Flüchtlinge als noch Vorjahr. "Diese Ergebnisse zeigen, dass Geflüchtete im Vergleich zum Vorjahr weniger im Fokus der Öffentlichkeit stehen", erklärte Daniela Geue, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats. Andere Spendenzwecke würden wieder wichtiger.

Insgesamt spendeten die Deutschen in den ersten neun Monaten dieses Jahres rund 3,1 Milliarden Euro. Das ist ein leichtes Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Durchschnittlich geben Spender 32 Euro pro Spendenakt und damit so viel wie im Vorjahr. Rund 17 Millionen Menschen spendeten zwischen Januar bis September Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das zwar 800.000 Menschen weniger, die Spendenhäufigkeit stieg jedoch von 5,5 auf 5,8 Spenden pro Spender.

Mehr für Katastrophenhilfe

Das Spendenvolumen stieg vor allem im Bereich der humanitären Hilfe und dabei vor allem für die Not- und Katastrophenhilfe. Rund 69 Millionen Euro wurden 2017 bislang für diesen Zweck gespendet, das ist ein Plus von 3,7 Prozentpunkten. Darunter fallen zum Beispiel Spenden für die Katastrophen in der Welt, insbesondere Hunger in Afrika.

Die vorläufige Spendenbilanz basiert auf Daten von GfK Charity Scope aus einer repräsentativen Stichprobe von zehntausend Teilnehmern. Im gesamten Jahr 2016 spendeten die Deutschen 5,3 Milliarden Euro. Das war das zweitbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre.

Der Dezember ist der traditionell wichtigste Spendenmonat. Nicht enthalten in der Auflistung des Spendenrats sind Erbschaften und Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien und Organisationen sowie gerichtlich veranlasste Geldzuwendungen, Stiftungsneugründungen und Großspenden über 2.500 Euro.

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