Bremen blamiert sich, Mainz hat Glück

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Der 1.FC Köln setzt sich ohne Mühe beim Berliner Sechstligisten BFC Preussen durch und zieht in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

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Video verfügbar bis 20.08.2017, 19:51

Werder Bremen hat eine bittere Erstrunden-Pleite im DFB-Pokal hinnehmen müssen. Der Bundesligist unterlag verdient beim Drittliga-Aufsteiger Sportfreunde Lotte mit 1:2 (1:1). Mainz 05 setzte sich mit viel Glück beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching erst im Elfmeterschießen mit 4:2 (1:1, 3:3) durch.

Matthias Rahn (8. Minute) und Andre Dej (54.) besiegelten vor der Lotter Rekordkulisse von 10.059 Zuschauern im ausverkauften Frimo-Stadion das frühe Aus der Bremer. Zlatko Junuzovic (45.) hatte zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt.

Während Bremen seit 2011 bereits zum vierten Mal zum Pokalauftakt scheiterte, zog Lotte zum ersten Mal in der Clubgeschichte in die zweite Runde ein. In der Schlussphase (82.) sah der Bremer Fin Bartels nach einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Mainz mit viel Glück

Mainz machte in Unterhaching nach fahrlässigem Abwehrverhalten unnötige Überstunden. Immerhin behielten alle Mainzer im Elfmeterschießen die Nerven, der neue Torhüter Lössl hielt den Schuss von Dominik Stahl, Stephan Hain drosch den Ball übers Tor.

Jhon Cordoba brachte den Favoriten in Führung. Hain glich für die ambitionierte SpVgg in der 32. Minute aus. Nach den Toren von Fabian Frei (64.) und des kurz zuvor eingewechselten Yunus Malli (88.) schien Mainz doch einen standesgemäßen Sieg einzufahren. Erneut Hain (89.) und Vitalij Lux (90.+3) schossen Haching in die Verlängerung. Dort sah der Mainzer Giulio Donati wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (113.).

Duisburg verpasst den Coup

Drittligist MSV Duisburg hat eine Überraschung verpasst und eine Finanzspritze verspielt. Das Team von Trainer Ilja Gruew unterlag dem Zweitligisten 1. FC Union Berlin 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung. Damit entgehen dem MSV Einnahmen von 310.000 Euro, die es für die nächste Runde gegeben hätte. Vor 14.209 Zuschauern waren Collin Quaner (61. Minute) und Steven Skrzybski (95.) für die Gäste erfolgreich. Stanislav Iljutcenko (67.) traf den MSV.

Der VfL Bochum hat sich im DFB-Pokal gründlich blamiert. Der Fußball-Zweitligist verlor am Sonntag beim badischen Regionalligisten FC-Astoria Walldorf mit 3:4 (2:2, 1:1) nach
Verlängerung und schied erstmals seit 2010 in der ersten Runde aus. Die Elf von Trainer Gertjan Verbeek trat am Sonntag vor 3000 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Sportpark über weite Strecken viel zu behäbig auf und verlor nach den Walldorfer Toren von Nicolai Groß (6. Minute), Marcel Carl (55.), Marcus Meyer (95.) und Steffen Straub (107.) verdient.

Krawalle in Magdeburg

Bundesligist Eintracht Frankfurt hat in einem von Krawallen überschatteten Spiel beim 1. FC Magdeburg mit viel Mühe überstanden. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac gewann beim Drittligisten im Elfmeterschießen mit 4:3 (1:1, 1:0). Eintracht-Keeper Lukas Hradecky wehrte drei Versuche ab, Neuzugang Guillermo Varela verwandelte schließlich den entscheidenden Elfmeter.

Neuzugang Branimir Hrgota (7.) hatte die Hessen früh in Führung geschossen, Nico Hammann (86.) kurz vor Ende der regulären Spielzeit für Magdeburg ausgeglichen. Michael Hector, Leihgabe der Frankfurter vom FC Chelsea, sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (101.).

Hoffenheim souverän

1899 Hoffenheim hat die Pflichtaufgabe beim niedersächsischen Viertligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder souverän erfüllt. Durch ein 6:0 (4:0) in Barsinghausen zog der Bundesligist ungefährdet in die zweite Runde ein. Matchwinner für das Team von Trainer Julian Nagelsmann vor 2500 Zuschauern war Andrej Kramaric mit einem Dreierpack (18. Minute/32./79.). Zudem trafen Sebastian Rudy (21.), Mark Uth (43.) und Sandro Wagner (90.).

Uth verschoss zudem noch einen Foulelfmeter. Beide Teams beendeten das Spiel zu zehnt. Germanias Mirko Dismer sah wegen wiederholten Foulspiels in der 60. Minute Gelb-Rot, Hoffenheims Pavel Kaderabek zwölf Minuten später.

Leverkusen und Berlin mit Mühe

Mit mehr Mühe als erwartet qualifizierte sich Bayer Leverkusen. Der Bundesligist setzte sich  in Pirmasens mit 2:1 (1:0) gegen den pfälzischen Oberligisten SC Hauenstein durch. Vor 4000 Zuschauern erzielten Chicharito (39. Minute) und Karim Bellarabi (68.) die Treffer für den Favoriten, der sich 2010 beim 11:1 gegen den FK Pirmasens an gleicher Stelle leichter getan hatte. Hauenstein bot im Ausweichquartier im Sportpark Husterhöhe eine respektable Leistung. Der Anschlusstreffer durch Andelo Srzentic (82.) war mehr als verdient.

Norbert Meier hat einen erfolgreichen Einstand auf der Trainerbank des Bundesligisten Darmstadt 98 gefeiert. Die Lilien gewannen beim Fünftligisten Bremer SV ohne große
Mühe mit 7:0 (4:0).  Der überragende Antonio-Mirko Colak (18., 45.+2, 58.), Sebastian Kmiec per Eigentor (22.), Marcel Heller (40.), Jerome Gondorf (56.) und Neuzugang Sven Schipplock (87.) trafen für die Gäste. Beim 2:0 bedrängte Colak zudem seinen Gegenspieler Kmiec und erzwang somit das Eigentor.

Ebenfalls Mühe hatte Bundesligist Hertha BSC. Der Halbfinalist der Vorsaison gewann mit
5:3 im Elfmeterschießen beim Drittliga-Aufsteiger Jahn Regensburg. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden. Torhüter Rune Jarstein hielt am Ende den Versuch von Marcel Hofrath und wendete eine Blamage des Hauptstadtklubs ab, derzuletzt vor vier Jahren an der Auftakthürde gescheitert war.  Alexander Nandzik (51.) brachte Regensburg in Führung, Mitchell Weiser (84.) gelang kurz vor Ende der regulären Spielzeit der
Ausgleich.

Heidenheim und Ingolstadt gewinnen

Zweitligist 1. FC Heidenheim hat mit großer Mühe die zweite Runde erreicht. Das Team von Trainer Frank Schmidt gewann bei RegionalligistSG Wattenscheid 09, der sein erstes Pokalspiel seit elf Jahren bestritt, mit 2:1 (1:0). Der eingewechselte John Verhoek (75.) und der ehemalige Hoffenheimer Denis Thomalla (80.) drehten das Spiel in der Schlussphase, beide Treffer bereitete der ebenfalls eingewechselte Norweger Bard Finne vor. Demir Tumbul (30.) hatte Wattenscheid per Kopf in Führung geschossen.

Bundesligisten FC Ingolstadt ist  einer Blamage nur  knapp entgangen. Das Team setzte sich beim Zweitliga-Aufsteiger Ergebirge Aue erst im Elfmeterschießen mit 8:7 durch.  In 120 größtenteils langweiligen Minuten waren zuvor keine Tore gefallen. Im Elfmeterschießen trafen dafür dann die ersten 14 Schützen. Nachdem Aues Nicky Adler an den Außenpfosten geschossen hatte, brachte Tobias Levels Ingolstadt in die zweite Runde.

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