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Wetter extrem - Gluthitze und Gewitter: Heftige Unwetter erwartet

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Von Gluthitze bis hin zu Gewittern und Starkregen ist alles drin: In Deutschland ist heute mit extremen Wetterkapriolen zu rechnen. Während die Bayern mit Temperaturen bis zu 37 Grad schwitzen, drohen vielerorts wieder Gewitter und Schauer - es besteht sogar Tornadogefahr.

Der Start in den August war stürmisch: Unwetter sorgten an vielen Orten für Feuerwehreinsätze und eine insgesamt unruhige Nacht. ZDF-Wetterexpertin Christa Stipp über die weiteren Aussichten.

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Es ist gerade mal eine Woche her, dass extremer Dauerregen zu einer katastrophalen Hochwasserlage im Harz führte. Nun steht schon die nächste schwere Unwetterlage ins Haus. Der Grund dafür: Tropisch heiße Luft aus dem Mittelmeerraum ist in den Süden und Osten Deutschlands gelangt. So werden heute vor allem in Sachsen und Bayern Menschen mit Höchsttemperaturen bis zu 36 Grad belastet. Gleichzeitig ist die Luft aber auch sehr schwül.

Gewitter über Luftmassengrenze

Im Nordwesten des Landes liegt ebenfalls feuchte, aber nur mäßig warme Luft. Diagonal über Deutschland hat sich nun eine Luftmassengrenze aufgebaut, die im Moment etwa von der Saar bis zur Oder reicht. Entlang dieser Luftmassengrenze zogen schon seit Sonntag immer wieder Gewitter, die besonders zur wärmeren Südseite hin auch schon Unwettercharakter hatten.

Am Dienstag sind die Gegensätze besonders groß und es ist viel Energie in der Luft, so dass die Gewitter sehr heftig ausfallen können. Einen Vorgeschmack gab es schon letzte Nacht, als schwere Gewitter begleitet von einem wahren Blitzfeuerwerk und schweren Sturmböen einmal quer über die Mitte des Landes zogen. Diese Gewitter sind nun abgezogen. Heute Vormittag und Mittag ziehen neue, allerdings nicht ganz so heftige Gewitter über die mittleren Regionen.

Innerhalb großer Gewitterkomplexe

Kritisch wird es im Laufe des Nachmittages und in den Abendstunden: Da tauchen - von Frankreich kommend - zunächst im Saarland und Rheinland-Pfalz große Gewitterkomplexe auf, die später nach Hessen, Thüringen und in die weiter östlich und südlich liegenden Bundesländer ziehen. Innerhalb solch großer Gewitterkomplexe formieren sich oft markante Unwetterlinien, die manchmal mehr als hundert Kilometer lang sind und den heftigsten Regen, Hagel und Sturm produzieren.

Auch Tornados entwickeln sich entlang solcher Linien. Es ist vorher nie so ganz genau zu wissen, was wann wo passieren wird, weil Gewitterlagen immer eine eigene Dynamik entwickeln und von den Wettermodellen oft nicht exakt erfasst werden. Die Signale für extreme Entwicklungen sind auf jeden Fall groß, besonders wenn die Gewitter auf die schwül-heiße Luft im Süden und Osten treffen. Neben Starkregen sind deshalb heute auch sehr große Hagelkörner, schwere Sturmböen und sogar starke Tornados möglich.

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