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Wetter in Deutschland - Erster Herbststurm der Saison

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Mit Sturmtief Sebastian versucht uns der Herbst nun endgültig in den Griff zu bekommen. Mit Orkanstärke fegt "Sebastian" heute über die Nordseeküste und einige Berglagen hinweg. Aber auch im Flachland wird es stürmisch.

Sturm „Sebastian“ fegt über Deutschland – mit Böen bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Die ersten Fähren haben den Betrieb eingestellt, Kindergärten und Schulen wurden geräumt.

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Mit Schäden in England und den Niederlanden hat sich Sebastian angekündigt. Schon heute Vormittag erreichte er dann Deutschland. Die Nord- und Ostfriesischen Inseln registrierten Sturmböen um die 85 Stundenkilometer. Auf dem Brocken, dem höchsten Berg im Harz, waren es schon über 100 Kilometer pro Stunde. Dabei erreicht Sebastian seinen Höhepunkt erst am Nachmittag und am Abend, wenn er vor allem rund um die Nordseeküste Orkanböen bis zu 120 Kilometer pro Stunde bringen kann. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind neben Hamburg und Schleswig-Holstein besonders Niedersachsen und Bremen betroffen. Erste Reedereien haben daher ihre Fährverbindungen zu den Inseln bereits eingestellt.

Fährverbindungen eingestellt

Am Vormittag betraf das zunächst die ostfriesischen Inseln. Zwischen Wangerooge und Harlesiel fuhr am Morgen nur jeweils ein Schiff. "Alle anderen Fähren fallen aus", teilte die Deutsche Bahn mit, die die Fährverbindung betreibt. Auch die Fährverbindung Hamburg-Helgoland über Cuxhaven fällt aus, wie der Betreiber bekanntgab.

"Das Wetter ist zu extrem", sagte eine Sprecherin. Die Stadt Flensburg schließt wegen der Sturmwarnungen die städtischen Kindertagesstätten und empfiehlt den Schulen, ebenfalls zu schließen.

Leichte Sturmflutwarnung für die Nordsee

Für das Abendhochwasser entlang der Nordseeküste, das heute etwa zwischen 19 und 20 Uhr eintritt, gilt zusätzlich eine leichte Sturmflutwarnung. Der Sturm wird das Wasser voraussichtlich zwischen 1 und 2 Meter höher an die Küsten drücken, als es bei normalem Hochwasser steigen würde.

Herbststurm Sebastian macht sich aber auch landesweit bemerkbar. An der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns sind Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen. In den Hochlagen von Schwarzwald und Alb sind heute Nachmittag sogar 130 Kilometer pro Stunde drin. Und auch das Flachland bleibt nicht verschont. Sturmböen bis 90 Kilometer pro Stunde fegen auch hier über das Land.

Der erste Sturm ist früh dran

"Der erste Sturm in diesem Herbst ist vergleichsweise früh dran", sagt der Deutsche Wetterdienst. Das birgt besondere Gefahren, denn Bäume und Büsche sind noch durchweg belaubt. Damit sind ihre Äste schwerer und bieten sie dem Sturm eine größere Angriffsfläche, sodass sie deutlich leichter brechen. Eine Gefahr also für Fußgänger und parkende Fahrzeuge. Auch umherfliegende Gegenstände wie Dachziegeln können bei einer solchen Wetterlage gefährlich werden.

Erst morgen hat Herbststurm Sebastian uns dann passiert. Trotzdem bleibt es windig und herbstlich. Denn bis Donnerstag muss dazu im Südwesten mit Dauerregen gerechnet werden. Örtlich könnten Donnerstagabend bis zu 80 Liter pro Quadratmeter fallen.

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