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Bahn rät von Reisen ab - Gewitterfront sorgt für Chaos

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Eine Gewitterfront mit Sturmböen hat Deutschland in der Nacht in Atem gehalten. Vor allem die Bahn hatte es schwer erwischt - im Norden ging fast gar nichts mehr.

Unwetter über dem Hauptbahnhof Frankfurt
Schwarze Wolken über dem Hauptbahnhof in Frankfurt. Quelle: ap

Eine Gewitterfront hat am Donnerstag weite Teile Deutschlands in Atem gehalten. Umgestürzte Bäume führten zu Streckensperrungen bei der Deutschen Bahn. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof wurde der Zugverkehr am Nachmittag vorübergehend vollständig eingestellt. Am Abend erklärte die Bahn, dass infolge von Unwettern zahlreiche Strecken in Norddeutschland gesperrt seien. Die Zuschauer der Leichtathletik-Europameisterschaften im Berliner Olympiastadion wurden aufgefordert, wegen eines aufziehenden Gewitters zunächst im Stadion zu bleiben.

Zahlreiche Verspätungen

Im Nah- wie Fernverkehr der Bahn kam es am Abend vor allem im Norden Deutschlands zu zahlreichen Verspätungen. Für Passagiere, die ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen konnten, stellte die Bahn nach eigenen Angaben unter anderem an den Bahnhöfen in Dortmund, Hamm und Berlin Aufenthaltszüge bereit. In Berlin forderten die Veranstalter der Leichtathletik-EM die Zuschauer am Abend auf, zunächst im Olympiastadion auszuharren. Laut einer Durchsage sollten die Besucher das Stadion wegen eines aufziehenden schweren Unwetters vorerst nicht verlassen.

Bereits ab Nachmittag hatte die Gewitterfront in Teilen Deutschlands für Chaos gesorgt. Für rund eine halbe Stunde stand der Flugverkehr auf dem Flughafen Frankfurt am Main still, weil sich eine Gewitterzelle über dem Airportgelände befand. Um 15.20 Uhr wurde die Abfertigung aus Sicherheitsgründen eingestellt, wie eine Flughafensprecherin sagte. Nach Wetterbesserung sei um 15.50 Uhr die Abfertigung wieder aufgenommen worden, seither herrsche "wieder normaler Betrieb".

Vollsperrung auf der A3

Die Polizei Südosthessen meldete im Kurzbotschaftendienst Twitter eine Vollsperrung auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Würzburg. Bei Seligenstadt seien mehrere Bäume auf die Fahrbahn gefallen. Im Zugverkehr waren laut einer Mitteilung auf der Website der Deutschen Bahn die Strecken Mainz-Mannheim, Hamm-Bielefeld, Frankfurt-Hanau und der Knoten Frankfurt am Main von den Unwetterfolgen betroffen. Auf dem Frankfurter Hauptbahnhof wurde der Verkehr wegen des Gewitters am Nachmittag vorsorglich für etwa eine Dreiviertelstunde eingestellt, sagte ein Bahn-Sprecher. Auch auf der Strecke zwischen Münster und Osnabrück behinderten umgestürzte Bäume den Bahnverkehr, wie eine AFP-Journalistin berichtete.

Die Strecke Main-Mannheim war nach Angaben der Deutschen Bahn wegen eines umgestürzten Baumes bei Worms-Bobenheim gesperrt, Fernverkehrszüge wurden umgeleitet. In Nordrhein-Westfalen war die Strecke Hamm-Bielefeld wegen Bäumen im Gleis unpassierbar, sie wurde bei Rheda-Wiedenbrück gesperrt. Der Fernverkehr war unterbrochen. Gesperrt waren auch die Strecken zwischen Frankfurt und Hanau in Hessen. Hier kam es zu 90-minütigen Verspätungen. In Frankfurt wurde der Verkehr am späten Nachmittag sukzessive wieder aufgenommen.

Feuerwehr kämpft gegen Waldbrand

In Bayern kämpften Feuerwehrleute unterdessen mit Löschhubschraubern gegen einen Waldbrand in der Gemeinde Kiefersfelden. Der Landkreis Rosenheim rief den Katastrophenfall aus. Die nahe gelegene Ramsauer Alm wurde den Angaben zufolge vorsorglich evakuiert. Feuerwehrleute positionierten sich, um ein Übergreifen der Flammen auf die Alm zu verhindern. Rund 200 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Bergwacht seien im Einsatz.

Der Deutsche Wetterdienst hatte ab Donnerstagnachmittag vor teils schweren Gewittern und Sturmböen in der Westhälfte Deutschlands gewarnt. Dabei bestehe das Risiko örtlicher Überflutungen durch Starkregen sowie Schäden durch Sturmböen, die lokal Geschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometern erreichen könnten. In der Nacht zum Freitag werde sich der Gewitterschwerpunkt in den Norden und Osten verlagern. muk

DWD: Auch im Oktober kann's noch heiß werden

Auch wenn sich die Temperaturen damit wieder auf ein für Deutschland normales Niveau einpendeln, ist die Hitzewelle noch nicht vorbei. Ein DWD-Meteorologe sagte: "Es kann noch bis in den Oktober hinein heiße Tage von 30 Grad oder mehr in Deutschland geben."

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