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Wetterdienst: Neuer Dürresommer könnte bevorstehen

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Bei anhaltender Trockenheit - Wetterdienst: Neuer Dürresommer könnte bevorstehen

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Wenig Regen, trockene Böden: Laut Deutschem Wetterdienst könnte es 2019 zu einer Dürre kommen, falls die Trockenheit in den nächsten Monaten anhält.

Ein ausgetrockneter See bei Magdeburg im Sommer 2018. Das Land Sachsen-Anhalt zählt zu den dürregefährdetsten Regionen in Deutschland.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt: Die Dürre des Jahres 2018 könnte sich wiederholen. (Archivbild)
Quelle: ZDF/Helmholtz-Zentrum Umweltforschung Gmbh UFZ / André Künzelmann

Bei anhaltender Trockenheit könnte Deutschland nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf einen weiteren Dürresommer zusteuern. "Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden", sagte der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch, in Offenbach.

Besonders betroffen sind demnach die östlichen Bundesländer. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt die Bodenfeuchte den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert. "Die Startbedingungen für die Vegetation sind 2019 in vielen Gebieten Deutschlands deutlich schlechter als im Vorjahr."

"Es gibt zu wenige tragfähige Hubschrauber"

Ein Dürresommer würde diesmal nicht nur die Landwirtschaft erneut hart treffen, sondern auch die Forstwirtschaft, schätzt der DWD. Erste Waldbrände haben in den vergangenen Tagen schon zahlreiche Regionen in Deutschland heimgesucht.

Angesichts der Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr fordert der Deutsche Feuerwehrverband mehr Löschhubschrauber in Deutschland. "Es gibt zu wenige - zu wenige tragfähige Hubschrauber, die nur die Bundeswehr vorhält", sagte Verbandspräsident Hartmut Ziebs im ZDF-Morgenmagazin. "Hier fehlen uns circa zehn bis zwanzig Hubschrauber deutschlandweit."

Zuvor hatte Ziebs bereits in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärt, die größten Wasserbehälter fassen 5.000 Liter und können nur von Helikoptern der Bundeswehr vom Typ CH-53 geflogen werden. "Die sind aber nicht immer verfügbar. Hier müsste die Bundeswehr ein paar mehr Hubschrauber vorhalten", sagte Ziebs der Zeitung.

Waldexperte: Monokulturen werden mittelfristig scheitern

Grundsätzlich hält Ziebs im ZDF-Interview die deutschen Feuerwehren für gut ausgerüstet, um Waldbrände zu bekämpfen. Der Verbandspräsident appellierte aber an Bürger, kein offenes Feuer im und am Wald zu entfachen und in Waldnähe nicht zu rauchen. Autofahrer sollten zudem ihren Wagen nicht auf Wiesen abstellen.

Aus Sicht eines Waldexperten muss der "Wald der Zukunft" vielfältig sein, um möglichen Waldbränden Paroli bieten zu können. Strukturreiche Laubwälder mit verschiedenen Baumarten brennen nicht so schnell und trocknen nicht so stark aus wie reine Nadelwälder, wie der Naturwissenschaftler Pierre Ibisch von der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Die großflächigen Monokulturen werden mittelfristig scheitern."

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