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Hurrikan "Florence" - Was sich da über dem Atlantik zusammenbraut

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Lange war es still auf dem Atlantik, die Hurrikan-Saison noch mau. Doch Wissenschaftler sehen mit Sorge, was sich künftig zusammenbrauen könnte. "Florence" gibt einen Vorgeschmack.

Aufnahme des GOES-East-Satelliten vom Hurrikan Florence
Aufnahme des GOES-East-Satelliten vom Hurrikan Florence
Quelle: NOAA

Lange war es still auf dem Atlantik, und von einer Hurrikan-Saison konnte nicht die Rede sein. Aber Wissenschaftler formulierten auf Twitter in Bezug auf die Entstehung von Wirbelstürmen, dass ein ruhiger August nichts zu bedeuten habe. Die Hauptsaison ist der September und der 10. September der Höhepunkt der Saison.

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Wettermodele rechnen mit deutlicher Verstärkung

Hurrikan Florence, der derzeit North Carolina, aber die Küste auch bis nach South Carolina bedroht, machte schon am 30. August auf sich aufmerksam. Zu der Zeit wurde es als ein Keim für einen tropischen Sturm angesehen. Erste Wettermodelle rechneten in ferner Zukunft mit einer deutlichen Verstärkung, aber zu diesem Zeitpunkt konnte man noch nicht wirklich sagen, was aus dieser Keimzelle entstehen würde. Vor allem aber war die Zugbahn sehr unsicher.

Wie entstehen diese Wirbelstürme?

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Ein Hurrikan war schon vorhergesagt, aber das Ziel des Sturms lag fast überall auf dem Atlantik. Aber war die Route wirklich unvorhersehbar? Weiter auf Westkurs verstärkte sich Florence innerhalb eines Tages rapide von Stufe 1 auf Stufe 4. Aber Wettermodelle wussten schon vorher, so wird der Sturm sich nicht fortsetzen. Und so kam es. In recht kurzer Zeit wurde dem Sturm der Hurrikan Status wieder aberkannt und Florence driftete als deutlich schwächerer tropischer Sturm weiter westwärts.

Und plötzlich passierte es anderes

3 Tage lang tat sich wenig. In dieser Zeit passierte aber etwas anderes. Die meisten Stürme drehen irgendwann nach Norden oder nach Nordosten ab, aber für diese Route wurde das Fenster immer kleiner. So berechneten das europäische Wetter-Modell, aber auch das amerikanische eine Zugbahn deutlich in Richtung Ostküste irgendwo zwischen North- und South Carolina als Auftreffpunkt. Und so verstärkte sich der Sturm wieder. In äußerst kurzer Zeit, als ob der Sturm nochmal alles geben würde, schoss die Einstufung von einen "nicht Hurrikan" zu einem sehr starken Hurrikan über Stufe 1, kurz auf 2 und 3, um innerhalb eines Tages wieder auf 4 anzukommen.

Ein rapide Verstärkung, so sagen Meteorologen dazu. Während die Zugbahn immer klarer wurde, kristallisierte sich eine andere Komponente heraus. Ein Hoch sollte sich bilden und das weitere Fortkommen des Sturms blockieren. Als ob alle Parameter für einen schweres Ereignis bis dahin nicht genug wären, berechnet derzeit vor allem das amerikanische Modell ein Abbremsen vor der Küste – das Ergebnis wäre verheerend.

Amerikanisches Modell berechnet ein Abbremsen vor der Küste - das wäre verheerend

Innerhalb von 24 Stunden könnte der Sturm Regenmengen von 1.000 bis 1.500 Liter auf den Quadratmeter vor der Küste erzeugen. Allerdings ist es derzeit nicht klar, wie weit der Bereich mit diesem katastrophalen Regen auch das Land erreicht. Dabei würde der Sturm bis zu zwei Tage nahezu still stehen. Wahrscheinlicher sind Maximalwerte von 600 Litern auf den Quadratmeter innerhalb eines Tages, was dennoch eine Katastrophe ist. Windgeschwindigkeiten, jenseits der 200-km/h-Marke und Flutwellen dürften die Küste umgestalten.

Windgeschwindigkeiten - jenseits der 200-km/h-Marke

Besondres Augenmerk ist auf die Wassertemperaturen zu legen. Die sind zu dieser Jahreszeit hoch, guter Nährstoff also für einen Hurrikan, aber die Temperaturen sind zu hoch. Die Abweichung im atlantischen Ozean vor den Küsten ist größer als normal, so spielt hier nicht nur die natürliche Gegebenheit eine Rolle, sondern auch die weltweite Zunahme der Temperaturen – auch in den Ozeanen.

Es wäre nur die halbe Geschichte würde man hier die Klimakrise nicht miteinbeziehen. Renommierte Klimawissenschaftler sagen, die stärksten Stürme werden noch stärker. So sagte Prof. Michael E. Mann von der Universität Maine, USA, in einem Artikel in der „Scientific American“ dass die stärksten Stürme in allen Ozeanen der Welt in den letzten zwei Jahren beobachtet wurden. Und vereinfacht gesagt, je wärmer die Oberfläche des Ozeans, desto mehr Futter steht dem Sturm zur Verfügung. Und die Temperaturen steigen.

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