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Sicherheitskonzepte - Glühwein zwischen Betonsperre und Schutzmann

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Seit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt lauert zwischen Tannenzweigen und Glühweinbuden die Angst. Um sie Besuchern zu nehmen, haben viele Städte aufgerüstet.

Zum ersten Advent startet die Weihnachtsmarktsaison. Schausteller und Städte haben nach den Terroranschlägen durch LKW die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Doch wer trägt die Kosten?

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Betonpoller und Kleinlaster, Sandsäcke und Stahlseile, Wassertanks und Metallstelen sollen die Weihnachtsmärkte in Deutschland vor Terroranschlägen schützen. Ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben die meisten Städte in Deutschland ihr Sicherheitskonzept überarbeitet.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz öffnet ein Jahr nach dem Anschlag mit zwölf Toten auch wieder - gesichert von Betonsperren. Fast alle Händler sind wieder dabei, nur einer habe nicht mehr gewollt, heißt es beim Schaustellerverband. Zum Gedenken an die Opfer bleibt der Markt aber am Jahrestag des Attentats (19. Dezember) geschlossen.

Große und berühmte Weihnachtsmärkte sind nach Einschätzung eines Terrorismus- und Radikalisierungsforschers von der Universität Kiel grundsätzlich ein attraktives Ziel für Terroristen. "Da sind viele Menschen, es gibt einen ungehinderten Zugang, und sie sind ein Symbol sowohl für Christentum als auch für Konsumkultur", sagte Jannis Jost vom Institut für Sicherheitspolitik. "Die Täter, mit denen wir es in Deutschland überwiegend zu tun haben, fahren aber nicht quer durchs Land zum attraktivsten Ziel", glaubt der Politik- und Islamwissenschaftler. "Sie suchen sich nicht das beste und größte Ziel, sondern schlagen relativ opportunistisch in ihrem Umfeld zu." Zwei Polizisten sowie einige Betonpfeiler könnten bei diesen Tätern durchaus schon zu der Einschätzung führen, dass ein bestimmter Weihnachtsmarkt kein attraktives Ziel sei - unabhängig von der tatsächlichen Schutzwirkung der Maßnahmen.

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