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Bürgerprojekt "ZDF in ..." - Wie Weißwasser zur Europawahl steht

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In weniger als zwei Monaten ist Europawahl. Wie wichtig ist die Abstimmung in Weißwasser? Einige Stimmen aus der Stadt in Sachsen nahe der polnischen Grenze.

Stadtansicht von Weißwasser in Ostsachsen
Weißwasser in Ostsachsen: Die Europawahl beschäftigt die Menschen hier.
Quelle: ZDF

Europa geht den Menschen in Weißwasser nah - ganz wortwörtlich: Die polnische Grenze ist gerade einmal zehn Autominuten entfernt. Doch außer einem gelegentlichen Tankstopp oder Zigarettenkauf im günstigeren Polen spielt die nahe Grenze im Alltag der meisten Weißwasseraner kaum eine Rolle.

Bundesweite Beachtung als AfD-Hochburg

Alexander Krall
Alexander Krall

Bundesweite Beachtung haben die Wahlergebnisse im Landkreis Görlitz zuletzt bei der Bundestagswahl 2017 gefunden. 32,9 Prozent hat die AfD hier erzielt und lag damit über dem sächsischen Schnitt von 27 Prozent. Auch das Direktmandat im Landkreis ging an den Kandidaten der AfD. Es war eines von bundesweit drei Direktmandaten, das die Partei erringen konnte - alle drei in Ostsachsen. Bei der vergangenen Europawahl 2014 hatte die Partei im Landkreis Görlitz noch 11,8 Prozent erreicht.

Warum ist die Partei hier so stark? "Viele Leute wollen einfach eine Veränderung haben, vielleicht ein Zeichen setzen", vermutet der 27-jährige Alexander Krall. "Ob das gewünschte Zeichen damit gesetzt werden kann, muss man abwarten."

Unzufriedenheit mit der Regierung

Wolf Dieter Burmeister
Wolf-Dieter Burmeister

Deutlich unzufrieden mit der deutschen Bundesregierung zeigt sich der Rentner Wolf-Dieter Burmeister: "Wenn ich unsere Frau Merkel sehe, die macht ja im Moment gar nichts. Jedenfalls nicht für uns. Die denkt immer nur, die muss alles fürs Ausland machen." Der ältere Herr beklagt, dass seine Rente zuletzt lediglich gering angehoben worden sei - die Bezüge der Politiker hingegen deutlich.

Neben den Renten seien die Menschen beispielsweise auch mit der Arbeitslosigkeit unzufrieden, sagt Petra Beesto. Die liegt im Landkreis mit 8,5 Prozent deutlich höher als im Bundesschnitt (5,1 Prozent). "Dann hat die AfD natürlich auch ein leichtes Spiel." Für sie sei die Partei aber keine Alternative: "Die sind mir zu dunkel. Da sind viele Sachen dabei, die ich überhaupt nicht begrüße. Die ganze rechte Szene."

Welche Partei die Menschen wählen werden, das wollen sie nicht verraten. Einige sagen, sie wüssten es noch nicht. "Ich werde mich noch mal ein bisschen belesen", meint Alexander Krall.

"Europawahl wird immer wichtiger"

Dass es wichtig ist, sich an der Europawahl zu beteiligen, darin sind sich fast alle Befragten einig. "Die Europawahl ist wichtig und wird auch immer wichtiger", sagt David Knapp, der aus Österreich kommt, aber in Deutschland lebt.

"Ich glaube, gerade was Europa betrifft, gibt es jetzt auch wieder eine andere Entwicklung. Dass man jetzt auch gerade durch den Brexit wieder Vorteile sieht und sagt, gemeinsam ist man stark." Auf eine konkrete Partei will auch er sich nicht festlegen. Aber: "Auf jeden Fall eine Partei, damit wir hoffentlich Europa zusammen weiter gestalten können."

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