Assange-Mitarbeiter in Ecuador festgenommen

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Wikileaks-Umfeld - Assange-Mitarbeiter in Ecuador festgenommen

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Die Regierung in Ecuador sieht sich als Opfer eines Komplotts und knöpft sich nach der Assange-Verhaftung dessen Umfeld vor. Ein schwedischer Software-Entwickler wird festgenommen.

Protest gegen Verhaftung von Julian Assange in Australien.
Protest gegen Verhaftung von Julian Assange in Australien.
Quelle: Peter Rae/AAP/dpa

IIn Ecuador ist ein Mitarbeiter von Wikileaks-Gründer Julian Assange festgenommen worden. Innenministerin María Paula Romo sagte dem Radiosender Sonorama, die Festnahme in der Hauptstadt Quito sei erfolgt, als der "sehr enge" Mitarbeiter Assanges nach Japan habe reisen wollen. Angaben zur Identität des Festgenommenen machte die Ministerin nicht.

Versuch der Destabilisierung der Regierung

Einem Medienbericht zufolge soll es sich um einen Schweden handeln, der auf Sicherheitstechnologie und Verschlüsselung spezialisiert ist. Innenministerin Romo hatte den Mann zuvor mit Versuchen in Verbindung gebracht, die Regierung von Präsident Lenín Moreno zu "destabilisieren". Der Festgenommene lebe schon seit Jahren in Ecuador und sei eine der "Schlüsselfiguren" von Wikileaks. In der Vergangenheit habe er Auslandsreisen mit dem früheren ecuadorianischen Außenminister Ricardo Patiño unternommen.

Zuvor war Wikileaks-Gründer Julian Assange nach fast siebenjährigem Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London von der britischen Polizei festgenommen worden. Die USA fordern die Auslieferung des Aktivisten. Der linksgerichtete ecuadorianische Präsident Rafael Correa hatte Assange 2012 das Botschaftsasyl aus humanitären Gründen gewährt.

Correas Nachfolger Lenín Moreno wollte diesen Zustand jedoch beenden. Er warf Assange vor, sich in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes einzumischen. Zuletzt tauchten Dokumente auf, die Moreno und seine Familie mit Korruption und Geldwäsche in Verbindung bringen. Moreno glaubt, die Informationen seien von Wikileaks durchgestochen worden. "In Ecuador gibt es einen Plan der Destabilisierung, der mit geopolitischen Interessen zu tun hat", sagte Innenministerin Romo nach der Festnahme des Verdächtigen. "Wir haben Beweise für eine Beziehung des nun Festgenommenen zu Ricardo Patiño, der Außenminister war, als Julian Assange das Asyl gewährt wurde."

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