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Irland und Großbritannien - Geplagt von Kälte und Sturm

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Erst kam die Kälte aus dem Osten, dann der Sturm aus dem Westen. Winterchaos auf den Britischen Inseln und Irland. Das öffentliche Leben friert buchstäblich ein.

Eine Frau läuft über eine schneebedeckte Straße in Dublin, Irland, aufgenommen am 02.03.2018
Dublin im Schnee - die Regierung hat die Menschen aufgerufen, zu Hause zu bleiben.
Quelle: dpa

Tausende Schulen sind geschlossen, Züge und Flugzeuge stehen still und Autofahrer sind auf eingeschneiten Straßen gefangen. Großbritannien erlebt seinen kältesten Märzanfang seit Beginn der Aufzeichnungen. Zeitweise gilt in mehreren Teilen des Landes die höchste Wetterwarnstufe. In Irland tritt der nationale Krisenstab zusammen. Regierungschef Leo Varadkar ruft am Donnerstag die Bürger seines Landes auf, wegen Schneestürmen zuhause zu bleiben.

Seit vier Tagen ist das öffentliche Leben in Großbritannien und Irland wie eingefroren. Anhaltende Minustemperaturen sind ungewöhnlich für die vom warmen Golfstrom verwöhnten Länder. Dementsprechend hart treffen die Briten und Iren Kälte und Schnee. In dieser Woche machen ihnen gleich zwei Wetterphänomene zu schaffen: Die Kältewelle aus dem Osten, "Beast from the East" (Bestie aus dem Osten) genannt, und Sturm Emma, der heftige Winde und noch mehr Schnee und Blitzeis vom Atlantik mitbrachte.

Soldaten als Helfer

Flughäfen in beiden Ländern müssen Hunderte Flüge streichen. Zeitweise waren die Airports in Edinburgh, Glasgow und Dublin ganz geschlossen. Gestrandete Passagiere schlafen in Terminals auf Bänken und Feldbetten. Ihnen geht es noch gut, im Vergleich zu Tausenden, die auf Straßen in Großbritannien in ihren Autos stecken bleiben. Manche warten 18 Stunden auf Hilfe. Alle Zugverbindungen zwischen England und Schottland werden eingestellt.

Besonders heftig trifft es Schottland, den Norden und Südwesten Englands sowie Teile von Wales. In der Nähe von Manchester wird die Armee beauftragt, Menschen von eingeschneiten Autobahnen zu befreien. Eine Frau im Nordosten Englands bringt am Donnerstag ein Baby am Straßenrand im Schnee zur Welt. Premierministerin Theresa May ändert kurzfristig den Ort für ihre Grundsatzrede zum Brexit am Freitag - von Newcastle im Nordosten nach London.

Entspannung am Wochenende

Doch auch in der Hauptstadt herrschen in dieser Woche widrige Wetterbedingungen. Viele Pendlerzüge fallen aus, an normalerweise betriebsamen Londoner Bahnhöfen herrscht gespenstische Ruhe. In vielen Gebäuden frieren die Wasserleitungen ein.

Zwischenzeitlich hatte der Betreiber des britischen Gasnetzes National Grid gewarnt, die Vorräte könnten nach vier Tagen klirrender Kälte knapp werden - doch am Freitag gibt es Entwarnung. Für das Wochenende sagten die Meteorologen zumindest für den Süden Großbritanniens eine Entspannung und leicht steigende Temperaturen voraus.

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