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Wirecard steigt auf - Commerzbank fliegt aus dem DAX

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Die Commerzbank verliert ihren Platz in Deutschlands Top-Börsenliga. Der DAX-Dino muss seinen Platz für ein junges Unternehmen aus der Fintech-Branche räumen.

Commerzbank-Zentrale in Frankfurt.
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt.
Quelle: Arne Dedert/dpa

Das DAX-Gründungsmitglied Commerzbank muss seinen Platz in Deutschlands Top-Börsenliga für den Zahlungsabwickler Wirecard räumen. Wie von Experten erwartet, wird vom 24. September an der TecDAX-Aufsteiger die teilverstaatlichte Großbank ablösen. Das teilte die Deutsche Börse in Frankfurt mit.

Die Commerzbank wird dann im MDAX der mittelgroßen Werte gelistet. Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 Konzerne im Deutschen Aktienindex sind Börsenumsatz und Börsenwert der Unternehmen.

Änderungen auch bei Nebenwerten

Neben der Mitgliedschaft im DAX gab die Deutsche Börse auch die Zusammensetzung der neu geordneten Nebenwerte-Indizes bekannt. So erhalten ab dem 24. September auch Technologieaktien aus dem TecDAX Zugang zum Index der mittelgroßen Werte MDAX oder zu dessen kleinerem Bruder, dem SDAX. Daher wird der MDAX von bisher 50 auf dann 60 Werte ausgeweitet und der SDAX von 50 auf 70 Werte aufgestockt. Der TecDAX enthält weiterhin genau 30 Werte.

Insgesamt 13 der alten TecDAX-Mitglieder sind künftig auch im MDAXzu finden: Qiagen, Siemens Healthineers, United Internet, Sartorius, Morphosys, Freenet, Siltronic, Evotec, Telefonica Deutschland, 1&1 Drillisch, Software AG, Nemetschek und Bechtle. Der Immobilienkonzern Alstria steigt vom SDAX in den MDAX auf. Insgesamt sind 15 Unternehmen neu im MDAX und fünf scheiden aus. Vom MDAX in den SDAX steigen Jungheinrich, Leoni, Ströer, Ceconomy und Talanx ab. Die Neulinge Befesa und Shop Apotheke rücken unter anderem in den SDAX. Insgesamt sind 24 Unternehmen neu im SDAX, vier scheiden aus. Die Aussteiger sind neben Alstria, Grammer, ElringKlinger und Biotest. Im TecDAX müssen unterdessen wie erwartet drei Unternehmen für SAP, Infineon und die Deutsche Telekom Platz machen: SMA Solar, Medigene und SLM Solutions.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat. Die nächste planmäßige Überprüfung der Aktienindizes steht am 5. Dezember 2018 an.

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