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Weinendes Kind an Grenze ist Weltpresse-Foto

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"Überraschend, einzigartig relevant" - Weinendes Kind an Grenze ist Weltpresse-Foto

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Das Foto von der weinenden Yanela hat der Welt die Dramatik an der US-Grenze gezeigt - und wurde zum World Press Photo 2018 gewählt. Die wichtigsten Bewerbungen im Überblick.

Das Weltpresse-Foto des Jahres 2018 von John Moore:
Weinendes Mädchen an der Grenze

Die kleine Yanela Sanchez schreit, als sie und ihre Mutter in Texas von US-Grenzbeamten in Gewahrsam genommen werden. Sandra Sanchez sagte, dass sie und ihre Tochter einen Monat lang durch Zentralamerika und Mexiko gereist waren, bevor sie in den USA Asyl beantragten. Infolge der Nulltoleranz -Politik der US-Regierung wurden Einwanderer strafrechtlich verfolgt. Viele Kinder wurden von ihren festgenommenen Eltern getrennt. Yanela und ihre Mutter gehörten allerdings nicht dazu, wie nach der Veröffentlichung des Fotos bekannt wurde.

Die Vorsitzende des Wettbewerbs, Whitney C. Johnson, sprach von einem "überraschenden, einzigartigen und relevanten Foto." Jury-Mitglied Alice Martins würdigte die Bildsprache: "Das Bild zeigt eine andere, psychologische Art der Gewalt."

Weitere Wettbewerbsteilnehmer

Marco Gualazzini: Almajiri-Junge

"Almajiri Boy" von Marco Gualazzini
"Almajiri Boy" von Marco Gualazzini
Quelle: reuters

Ein verwaister Junge geht an einer Mauer  im afrikanischen Tschad vorbei. Auf ihr sind Zeichnungen, die Granatwerfer mit Raketenantrieb darstellen. In der Region entwickelt sich eine humanitäre Krise: Der Tschadsee war einst einer der größten Seen Afrikas und eine Lebensader für 40 Millionen Menschen. Infolge der ungeplanten Bewässerung, ausgedehnter Dürre, Abholzung und Misswirtschaft der Ressourcen hat sich der See in den letzten 60 Jahren um 90 Prozent verkleinert. Die Wasserknappheit führt zu Konflikten. Von der Not profitiert die dschihadistische Gruppe Boko Haram: Sie nutzt die lokalen Dörfer als Rekrutierungsplatz.

Mohammed Badra: Opfer eines mutmaßlichen Gasangriffs

"Victims of an Alleged Gas Attack Receive Treatment in Eastern Ghouta" von Mohammed Badra
"Victims of an Alleged Gas Attack Receive Treatment in Eastern Ghouta" von Mohammed Badra
Quelle: reuters

Ein Mann und ein Kind werden nach dem mutmaßlichen Gasangriff auf Syrien behandelt. Im Februar 2018 kam es zu einem Raketenbeschuss und einem Bombenangriff auf die Region Ost-Ghouta, darunter soll mindestens ein Gasangriff gewesen sein. Die Region war eine der letzten Rebellen-Enklaven. Ärzte ohne Grenzen gab an, dass zwischen dem 18. Februar und dem 3. März 2018 4.829 Menschen verletzt und 1.005 Menschen getötet wurden.

Brent Stirton: Akashinga - Die Mutigen

"Akashinga - the Brave Ones" von Brent Stirton
"Akashinga - the Brave Ones" von Brent Stirton
Quelle: reuters

Petronella Chigumbura ist Mitglied der rein weiblichen Anti-Wilderer-Einheit "Akashinga" in Simbabwe. Der Name der Einheit bedeutet "Die Mutigen".  Die Ranger-Truppe arbeitet anders als andere Truppen: "Akashinga" möchte mit der lokalen Bevölkerung arbeiten – statt gegen sie. Die Frauen der Truppe kommen aus benachteiligten Verhältnissen. Die Einheit unterstützt sie und bietet ihnen Arbeitsplätze. So möchte sie den Einheimischen helfen, direkt vom Erhalt der Wildtiere zu profitieren.

Catalina Martin-Chico: Schwanger nach Ende des FARC-Kinderverbots

"Being Pregnant After FARC Child-Bearing Ban" von Catalina Martin-Chico
"Being Pregnant After FARC Child-Bearing Ban" von Catalina Martin-Chico
Quelle: reuters

Yorladis ist zum sechsten Mal schwanger. Diese Schwangerschaft ist allerdings anders als die vorigen. Denn während der fünf anderen Schwangerschaften war Yorladis Mitglied einer Guerillabewegung in Kolumbien. Zeitweise hat sie ihre Schwangerschaft vor ihrem Kommandanten versteckt. Seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der Rebellenbewegung FARC im Jahr 2016 gab es einen Babyboom unter den ehemaligen Guerillakämpferinnen. Viele von ihnen lebten in Lagern, die sie beim Übergang in den Alltag unterstützen sollten.  Zuvor war eine Schwangerschaft als unvereinbar mit dem Guerillaleben angesehen worden.

Chris McGrath: Das Verschwinden von Jamal Khashoggi

"The Disappearance of Jamal Khashoggi" von Chris McGrath
"The Disappearance of Jamal Khashoggi" von Chris McGrath
Quelle: reuters

Ein Mann versucht, die Presse zurückzuhalten, als saudi-arabische Ermittler im Konsulat in Istanbul eintreffen.  Währenddessen nahm der internationale Protest gegen das Verschwinden des Journalisten Jamal Khashoggi zu. Khashoggi, ein Kritiker des saudischen Regimes, wurde seit seiner Einreise in das Konsulat vermisst. Nach wochenlangen Gerüchten und falschen Informationen behauptete Riad, er sei während einer Auseinandersetzung versehentlich getötet worden.

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