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WWF-Untersuchung - Experte sieht moralisches Dilemma

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Die Vorwürfe wiegen schwer. Das Online-Magazin "Buzzfeed" berichtet, der WWF unterstütze Wildhüter, die Wilderer gefoltert oder gar ermordet haben sollen.

Der Ex-Menschenrechtsbeauftragte Markus Löning. Archivbild
Der Ex-Menschenrechtsbeauftragte Markus Löning. Archivbild
Quelle: Sven Hoppe/dpa

Die wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen unter Druck stehende Umweltstiftung WWF muss sich schwierigen Fragen stellen. Die Arbeit in Ländern ohne Rechtsstaatlichkeit sei oft eine Gratwanderung, sagte der Ex-Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning. Er werde die WWF-Leitlinien und deren Umsetzung umgehend unter die Lupe nehmen.

Vom WWF unterstütze Wildhüter sollen Wilderer misshandelt haben. Löning wurde mit mit einer Aufarbeitung der Vorwürfe beauftragt.

"Bei Einsätzen in Ländern ohne Rechtsstaatlichkeit gibt es viele moralisch-ethische Dilemmafragen", erklärte Löning. Mit welchen Partnern man vor Ort zusammenarbeite, und inwiefern man sich auf deren Schulung verlassen könne, gehöre dazu. "Ziel ist es, sich in solchen Ländern menschenrechtsgerecht zu engagieren", sagte Löning. Der WWF stehe dabei vor denselben Herausforderungen wie Unternehmen, die in solchen Ländern in der Produktion oder Landwirtschaft tätig seien.

Löning: Schwieriger Prozess, aber Lösungen sind möglich

Die Untersuchung werde mehrere Monate dauern, so Löning weiter. Er prüfe, welche Leitlinien der WWF Deutschland hat, wie diese Leitlinien etwa bei Schulungen umgesetzt werden, und ob die Vorgaben bei Partnern vor Ort auch ankämen. "Es ist gut, schöne Leitlinien zu haben, aber sie müssen auch in der Realität ankommen", sagte Löning. Es müsse klare Kriterien geben, welche Partner akzeptabel seien, welche durch Schulungen an die Leitlinien herangeführt werden könnten. "Es ist ein schwieriger Prozess, aber man kann gute Lösungen finden", so Löning.

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