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Chinas Präsident in Nordkorea - Xi bei Kim: Hoffnung auf Bewegung

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Es ist der erste Besuch eines chinesischen Präsidenten in Nordkorea seit 14 Jahren, die Hoffnungen sind entsprechend groß: Kommt wieder Bewegung in die Nordkorea-Gespräche?

Nordkorea-Machthaber Kim Jong Un traf China-Präsident Xi Jinping.
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un trifft Chinas Präsidenten Xi Jinping. (Archivbild 2018)
Quelle: Ju Peng/XinHua/dpa

Erstmals seit 14 Jahren reist am Donnerstag ein chinesischer Präsident wieder nach Nordkorea. Die Visite des chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping erfolgt auf Einladung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un. Der geplante Besuch bis Freitag weckt in der Region die Hoffnung, er könnte Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm bringen.

Engste Verbündete

Derzeit bemühen sich die USA und Südkorea darum, die Führung in Pjöngjang zu den Atomgesprächen zurückzubringen. Das zweite Gipfeltreffen zwischen Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump war Ende Februar in Vietnam gescheitert. China ist der engste Verbündete Pjöngjangs und ein wichtiger Akteur in den Verhandlungen über die atomare Abrüstung in Nordkorea. Die Reise des chinesischen Staatschefs nach Nordkorea ist kurz vor dem G20-Gipfel in Japan Ende des Monats geplant. Dort wollen Xi Jinping und Trump auch zusammenkommen, um über den Handelskonflikt der beiden größten Volkswirtschaften zu reden. 

Karte von Nordkorea, Südkorea, China und Japan
Karte von Nordkorea, Südkorea, China und Japan
Quelle: ZDF

Vor seinem Besuch in Nordkorea hatte Chinas Präsident Xi die "unersetzliche" Freundschaft beider Länder gepriesen. In einem am Mittwoch erschienenen Gastbeitrag auf der Titelseite der nordkoreanischen Staatszeitung "Rodong Sinmun" zeigte er sich zudem bereit, zusammen mit Nordkorea einen "großen Plan" für dauerhafte Stabilität in Ostasien zu entwerfen.

Festgefahrene Verhandlungen

Beide Länder befinden sich derzeit in festgefahrenen Verhandlungen mit den USA: Peking streitet mit Washington über Strafzölle, Pjöngjang über die atomare Abrüstung. Beobachter sehen in Xis Staatsbesuch auch ein Signal an US-Präsident Donald Trump, um diesen an den großen chinesischen Einfluss auf Nordkorea zu erinnern. Auch Kim könnte der Besuch des mächtigen Nachbarn als Stärkung der eigenen Verhandlungsposition dienen. Xis Staatsbesuch in Nordkorea fällt in eine Wiederannäherungsphase der beiden Länder, die vor etwa einem Jahr ihren Anfang nahm. Zuvor hatten sich die Beziehungen zwischen den beiden verbündeten Staaten wegen der chinesischen Unterstützung für UN-Sanktionen gegen Nordkoreas Atomwaffenprogramm abgekühlt.

Inzwischen hat sich Peking aber wieder stärker mit Pjöngjang solidarisiert. So blockierte China am Dienstag zusammen mit Russland eine US-Initiative, die einen Exportstopp von Erdöl an Nordkorea vorsieht. Washington wirft Pjöngjang vor, die von der UNO verhängte Höchstmenge für 2019 bereits überschritten zu haben. Moskau und Peking verlangten mehr Zeit, um den Antrag zu überprüfen, der von 25 Staaten unterstützt wurde, darunter Japan, Frankreich und Deutschland. Nordkoreas Machthaber Kim hat Xi im vergangenen Jahr bereits vier Mal besucht. Für Xi ist es der erste Staatsbesuch in dem Nachbarland überhaupt. Zuletzt war der damalige chinesische Präsident Hu Jintao im Jahr 2005 in Pjöngjang.

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