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Innere Sicherheit - Immer mehr Menschen in Deutschland bewaffnet

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Mehr als 600.000 Menschen in Deutschland haben einen Kleinen Waffenschein, der etwa das Tragen von Schreckschusspistolen erlaubt. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2015.

Kleiner Waffenschein - Schreckschusspistole
Mehr als 600.000 Menschen in Deutschland haben einen Kleinen Waffenschein.
Quelle: dpa

Der Kleine Waffenschein berechtigt zum verdeckten Tragen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Nach aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums führen ihn zum 31. Oktober 603.482 Menschen. Ende 2017 waren es noch 557.560 Waffenscheininhaber, im Jahr zuvor 469.741. Ende 2015 hatten nur 285.911 den Kleinen Waffenschein.

Immer mehr Menschen verunsichert

Als möglicher Grund für das gestiegene Interesse an den Berechtigungen war in den vergangenen Jahren immer wieder Verunsicherung etwa durch Terroranschläge genannt worden.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, reagierte besorgt: "Wir müssen aufpassen, dass wir in Deutschland keine amerikanischen Verhältnisse bekommen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es besteht die Gefahr, dass Waffen nicht ordnungsgemäß eingesetzt werden und ihre Inhaber sich selbst gefährden."

Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, warnte: "Mehr private Waffen schaffen nicht mehr Sicherheit - im Gegenteil: Sie haben das Potenzial, Konflikte in Gewalt eskalieren zu lassen."

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