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Überschwemmungen in Südindien - Mehr als 380 Tote durch Monsun-Fluten

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Tausende Menschen stecken auf Dächern fest, eine Million verharrt in Notunterkünften: Südindien kämpft gegen Überschwemmungen. 380 Menschen starben in den Fluten.

Menschen sind auf das Hausdach geflüchtet nach Monsun in Indien am 19.8.2018
Tausende Menschen im südindischen Kerala flüchten vor den Fluten auf ihre Hausdächer. Quelle: dpa

Von den 380 Todesopfern kamen 220 seit dem 8. August ums Leben, wie der Chef der Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates Kerala, P. H. Kurien, am Montag auf Anfrage mitteilte. Die Gesamtzahl berücksichtige alle Opfer der Monsunzeit im südindischen Kerala seit Ende Mai. Für die Region ist es der verheerendste Monsun seit 100 Jahren.

Versorgung mit Essen und Wasser aus der Luft

Der Großteil der zwischenzeitlich mehr als 100.000 Menschen, die von der Außenwelt abgeschnitten waren, wurde Kurien zufolge inzwischen gerettet. Rund 6.000 Menschen steckten noch auf den Dächern oder in den oberen Stockwerken ihrer Häuser fest, davon 1.000 in der Stadt Chengannur. Sie wurden aus der Luft mit Essen und Wasser versorgt. Etwa 600 Boote der Streitkräfte, unterstützt von lokalen Fischern, seien in der Nacht im Einsatz gewesen. Noch am Montag sollten die Rettungseinsätze abgeschlossen sein.

Karte von Südindien mit der Region Kerala und Bangalore
Die südindische Region Kerala wird seit dem 8. August von sintflutartigen Monsunregenfällen heimgesucht, die das verheerendste Hochwasser seit 100 Jahren auslösten. Quelle: ZDF

In den am stärksten betroffenen Gebieten fehle es vor allem an Trinkwasser, teilten die Behörden am Sonntag mit. Züge mit rund 1,5 Millionen Litern Wasser seien unterwegs ins Katastrophengebiet, erklärte die Eisenbahn via Twitter.

Passagierflüge landen auf Marine-Stützpunkt

Der Regen hatte am Wochenende nachgelassen, und am Montag fielen nur noch leichte Schauer, so dass die Pegel zu sinken begannen. Die inzwischen über eine Million Menschen, die in mehr als 3.600 Notunterkünften in dem Bundesstaat an Indiens Südwestküste ausharrten, müssten allerdings voraussichtlich noch ein paar Tage dort bleiben, sagte Kurien.

Der internationale Flughafen von Kochi blieb wegen der Fluten weiterhin geschlossen. Auf einem Luftstützpunkt der indischen Marine in der Großstadt landeten und starteten am Montag aber wieder Passagierflüge. Die Monsunzeit dauert in Indien von Juni bis September. Die Regenfälle sind unerlässlich für die Landwirtschaft in Südasien, können aber enorme Zerstörungen anrichten. Im vergangenen Jahr kamen in Indien mehr als 1.700 Menschen ums Leben. In diesem Jahr sind es bislang fast 1.000.

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