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Mindestens 290 Tote - Suche nach Motiven für Anschläge in Sri Lanka

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Bei den Anschlägen in Sri Lanka starben mindestens 290 Menschen. Es gab zwar mehrere Festnahmen, aber noch hat sich niemand zu den Angriffen bekannt.

Nach Anschlägen auf christliche Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka ist die Zahl der Toten auf mindestens 290 gestiegen. Ob Deutsche unter den Opfern sind, ist noch unklar.

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Nach der verheerenden Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka steigt die Zahl der Opfer weiter an. Mittlerweile seien 290 Tote und mehr als 500 Verletzte registriert worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Zuletzt waren mindestens 215 Opfer gemeldet worden. Die Ausgangssperre wurde derweil am Morgen aufgehoben. Schulen und Universitäten allerdings blieben zunächst weiter geschlossen.

Am Sonntag hatte es mindestens acht Detonationen gegeben, darunter drei in Kirchen und drei weitere in Luxushotels. In den Kirchen wurden Ostergottesdienste gefeiert. Die Explosionen in den Kirchen und Hotels fanden fast zeitgleich statt und sind nach Angaben eines Forensikers des Verteidigungsministeriums von Sri Lanka von Selbstmordattentätern ausgeführt worden. Unter den Opfern sollen mindestens 35 Ausländer sein, unter ihnen US-Bürger, Briten, Inder und türkische Staatsbürger.

Ob Deutsche dabei sind, war zunächst noch unklar. Das Auswärtige Amt bezeichnete die Lage als "unübersichtlich". Die deutsche Botschaft in Sri Lanka steht nach Angaben von Außenminister Heiko Maas jedoch mit den lokalen Behörden in Kontakt und bemüht sich um Aufklärung.

24 Festnahmen, doch noch bekennt sich niemand zu den Angriffen

Am Sonntagabend wurde in der Nähe des größten Flughafens der Insel, rund 30 Kilometer von Colombo entfernt, ein Sprengsatz gefunden und entschärft, wie ein Sprecher der Luftwaffe mitteilte. Nach Polizeiangaben gab es 24 Festnahmen, es bekannte sich jedoch zunächst niemand zu den Angriffen.

Wie Premierminister Ranil Wickremesinghe in einer Fernsehansprache sagte, stammten die Festgenommenen offenbar alle aus Sri Lanka. Er wolle aber im Ausland um Unterstützung bitten, um herauszufinden, ob die Angreifer Verbindungen zum internationalen Terrorismus hätten. "Wir werden nicht zulassen, dass der Terrorismus in Sri Lanka seinen Kopf erhebt. Alle Maßnahmen werden ergriffen, um den Terrorismus auszulöschen", sagte Wickremesinghe.

Auch lagen Sri Lankas Geheimdienst Hinweise auf einen möglichen Anschlag vor. Es müsse untersucht werden, warum keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen worden seien, sagte Wickremesinghe.

Mehrheit der Einwohner sind Buddhisten

Der südasiatische Inselstaat mit seinen tropischen Stränden ist ein beliebtes Touristenziel, auch für Deutsche und andere Europäer. Dort hat es seit Jahren keinen größeren Anschlag gegeben. 2009 war ein 26 Jahre dauernder Bürgerkrieg zu Ende gegangen. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung Sri Lankas sind Christen. Die Mehrheit der 20 Millionen Einwohner sind Buddhisten.

26 Jahre lang wurde ein blutiger Bürgerkrieg zwischen buddhistischen Singhalesen und hinduistischen Tamilen geführt. Seit dem Ende des Bürgerkrieges wurden nach Angaben des Auswärtigen Amtes keine Terroranschläge mehr verübt. Bis heute.

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Explosionen sorgen für Entsetzen

Die Anschlagsserie hatte international für Entsetzen gesorgt. Papst Franziskus gedachte der Opfer vor Zehntausenden Gläubigen in Rom. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "schockiert über die terroristischen Attacken auf Kirchen und Hotels an Ostersonntag, einem heiligen Tag für Christen überall auf der Welt". Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Donald Trump, Russlands Präsident Wladimir Putin, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilten die Angriffe scharf.

Weltweit wurde heute der Anschlagsopfer von Sri Lanka gedacht. Am Ostersonntag waren dort mehrere Bombenanschläge auf christliche Kirchen und Luxushotels verübt worden.

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Aus Solidarität mit Sri Lanka leuchtete das Rathaus von Tel Aviv in den Farben des Inselstaates. Der Eiffelturm in Paris wollte auf die traditionelle Nachtbeleuchtung verzichten, um der Opfer in Sri Lanka zu gedenken.

Das Auswärtige Amt aktualisierte kurz nach den Attacken seine Reisehinweise und bat Reisende, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten. Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet, Angehörige können sich unter der Telefonnummer 030-50000 melden.

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