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Nach Terror in Spanien - Barcelona: 15 Tote - Fahndung europaweit

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Die Zahl der Todesopfer der Terroranschläge in der spanischen Region Katalonien ist nach offiziellen Angaben auf 15 gestiegen. Die Ermittler haben offenbar den flüchtigen Attentäter als Younes Abouyaaquoub identifiziert und die Fahndung auf ganz Europa ausgedehnt.

Nach dem Anschlag in Barcelona am vergangenen Donnerstag fahndet die katalanische Polizei nun nach dem Fahrer des Tatfahrzeugs. Bei diesem handele es sich vermutlich um den 22-jährigen Younes Abouyaaquoub, der weiter auf der Flucht ist. Bei dem Anschlag …

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Die Polizei der Region Katalonien teilte am Montag über Twitter mit, dass der Täter identifiziert sei - ohne jedoch einen Namen zu nennen. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um den 22-jährigen Marokkaner Younes Abouyaaquoub, erklärte der katalanische Innenminister Joaquim Forn im Radio. Die Fahndung nach ihm sei europaweit ausgedehnt worden. Es gebe zwar keine Indizien dafür, dass der Fahrer des Lieferwagens die spanische Region Katalonien verlassen habe, sagte Forn. Man werde sich aber mit den europäischen Polizeieinheiten koordinieren, "da er in allen europäischen Ländern gesucht wird", so Forn.

Ermittler vermuten Planänderung nach Explosion in Ripoll

Abouyaaquoub soll am Donnerstag mit einem weißen Lieferwagen gezielt Passanten auf Barcelonas berühmter Flaniermeile Las Ramblas umgefahren haben. 15 Menschen, die mittlerweile alle identifiziert wurden, wurden getötet. Demnach seien unter den Toten sechs Spanier, drei Italiener, zwei Portugiesen, eine Belgierin, ein US-Amerikaner, ein Kanadier und ein Kind mit australisch-britischer Nationalität. 120 weitere Menschen wurden verletzt.

Der Fahrer konnte zu Fuß entkommen. Es gelte inzwischen als erwiesen, dass der flüchtige Attentäter Younes Abouyaaquoub nach seiner Terrorfahrt am Donnerstag in Barcelona einen 34-jährigen Spanier erstochen habe, sagte Forn. Stunden später wurde bei einem weiteren Anschlag im Badeort Cambrils eine weitere Passantin getötet. Die Polizei erschoss die fünf Attentäter.

Die Ermittler gehen von einer zwölfköpfigen Terrorzelle aus, von denen die meisten tot oder in Haft sind. Abouyaaquoub und mehrere weitere Mitglieder der Zelle, darunter auch der Imam Abdelkadi Es Satty, lebten in dem kleinen Ort Ripoll am Fuße der Pyrenäen. Dort durchsuchte die Polizei am Montag weitere Wohnungen. Nach Erkenntnissen der Ermittler plante die Zelle ursprünglich weitaus verheerendere Anschläge. In einem Haus im etwa 200 Kilometer südwestlich von Barcelona gelegenen Ort Alcanar, das vor den Anschlägen bei einer Explosion zerstört worden war, hortete sie laut Polizei 120 Gasflaschen. Die Ermittler vermuten, dass die mutmaßlichen Täter nach der vorzeitigen Explosion ihre Anschlagspläne kurzfristig geändert hatten. Zu den beiden Anschlägen bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Es wären die ersten Anschläge des IS auf spanischem Boden.

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