Närrische Zahlen und Fakten

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Fastnachtshochburgen an Rosenmontag - Närrische Zahlen und Fakten

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Der Rosenmontag ist in vielen deutschen Städten der Höhepunkt der Kampagne. Wie groß der Aufwand ist, der dahinter steckt, zeigen die Zahlen aus Mainz, Köln und Düsseldorf.

Rosenmontagszug in Mainz
Ein Wagen mit US-Präsident Donald Trump als "Trum-pel-tier" rollt 2017 in Mainz beim Rosenmontagszug an den Zuschauern vorbei.
Quelle: dpa

Meenzer Fassenacht

In Mainz startet der Rosenmontagszug um 11.11 Uhr an der Josefs-/Ecke Boppstraße und schlängelt sich dann auf etwa sieben Kilometern für knapp vier Stunden von der Mainzer Neustadt in die Altstadt.

  • 550.000 Zuschauer erwartet der Mainzer Carneval-Verein zum Rosenmontagszug in diesem Jahr.
  • Etwa 8.665 Teilnehmer sind am Rosenmontag in 132 Zugnummern in Mainz unterwegs. Darunter allein 2.023 Musiker. Auch 100 Reiter wären mit dabei gewesen. Insgesamt ist der Zug neun Kilometer lang.
  • Unter den zahlreichen Gruppen befinden sich auch 30 "Schwellkoppträger". Die "Schwellköpp" gehören seit Anfang des 20. Jahrhunderts zur Mainzer Straßenfastnacht. Die überdimensionalen Köpfe, die am Rosenmontagszug bis zu vier Stunden getragen werden müssen, wiegen etwa 25 Kilo.
  • Die Bonbons, die am Umzug geworfen werden, bestellen die mitlaufenden Vereine selbst. "Die Menge können wir nur schätzen, aber wir gehen von circa 130 Tonnen an Wurfmaterial aus“, sagt Michael Bonewitz, Pressesprecher des Mainzer Carneval-Vereins.
  • Jährlich kostet der Rosenmontagszug zwischen 500.000 und 600.000 Euro. Die Kosten werden durch die Zugplaketten und von verschiedenen Ausschüssen des Mainzer Carneval-Vereins sowie Sponsoren und Partnern getragen.
  • Für die Mainzer Zugplakette gibt es in diesem Jahr drei verschiedene Motive: Passend zum Motto "Der Gardisten bunte Pracht erfreut ganz Meenz an Fassenacht" sind die Plaketten diesmal kleine Gardisten-Figuren zum Umhängen. Die Plaketten kosten 4,50 Euro. Seit 1950 wurden zum Rosenmontagszug in Mainz mehr als drei Millionen Plaketten verkauft.
  • Damit der Rosenmontagszug in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt so friedlich wie möglich abläuft, sind rund um die Strecke über 2.000 Sicherheitskräfte und Polizeibeamte im Einsatz.
Rosenmontagszug in Mainz.
Die traditionellen "Schwellköpp" ziehen auch an diesem Rosenmontag wieder durch die Mainzer Straßen.
Quelle: ap

Karneval in Köln

Der Kölner Rosenmontagszug startet schon um 10 Uhr. Dann zieht der Zug vom Chlodwigplatz durch die Kölner Innenstadt bis zur Mohrenstraße. Etwa dreieinhalb Stunden hat das Festkomitee Kölner Karneval für die 7,5 Kilometer lange Strecke eingeplant.

  • Die Strecke von der Kölner Südstadt in die Altstadt wird wohl auch an diesem Rosenmontag wieder von zahlreichen bunt kostümierten Menschen gesäumt sein. "Wir gehen von mehreren hunderttausend Zuschauern auf den Straßen aus", sagt Tanja Holthaus, Pressesprecherin der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kölner Karnevals mbH.
  • Knapp 12.000 "Jecken" nehmen am Kölner Rosenmontagszug teil. Rund 2.900 sind in Fußgruppen unterwegs, etwa 1.200 auf den Wagen.
  • Insgesamt 62 Kapellen sorgen für die musikalische Begleitung des Kölner Umzugs. Das sind rund 2.100 Musiker.
  • Auch in Köln wären die "Jecken" hoch zu Ross unterwegs - wenn der Sturm nicht wäre. Zu den 42 Kutschen im Zug kämen 620 Reiter, Kutscher und Pferdebegleiter.
  • An Kamelle mangelt es in Köln nicht: 220.000 Schachteln Pralinen, 700.000 Schokoladentafeln und 300 Tonnen Süßigkeiten haben die Gruppen für die Zuschauer vorbereitet. Dazu gibt es 300.000 Strüßjer (kleine Blumensträuße) und tausende Stoffpuppen und kleine Präsente.
  • Finanziert wird der Rosenmontagszug über die Ticketverkäufe für die 90 Tribünen an der Strecke, Mediaübertragungsrechte und andere Beiträge. Genaue Zahlen geben die Organisatoren nicht bekannt. "Die gesamten Kosten können dadurch allerdings nicht gedeckt werden", so Holthaus. Weitere finanzielle Mittel werden vom Festkomitee bei anderen Veranstaltungen erwirtschaftet.
  • Auch an Karneval spielt das Thema Sicherheit eine Rolle: 2.100 Personen an Sicherheitspersonal und etwa 2.000 Polizeibeamte sind am Rosenmontagszug im Einsatz. Für medizinische Notfälle sind 64 Sanitätertrupps, zwei Rettungstrupps und neun Ärzte vor Ort.
Kim Jong Un mit Rakete beim Rosenmontagszug in Köln 2018
Auf einem Kölner Karnevalswagen 2018 hebt der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un eine Rakete à la "Dirty Dancing".
Quelle: imago/epd

Karneval in Düsseldorf

In Düsseldorf startet der Rosenmontagszug dieses Jahr wegen des stürmischen Wetters etwas verspätet um 13.30 Uhr in der Cornelius-/Ecke Herzogstraße und zieht dann circa fünf Kilometer durch die Stadt. Insgesamt sind etwa vier bis fünf Stunden für den Umzug angedacht.

  • Es wird einiges los sein am Rosenmontag in Düsseldorf: Das Comitee Düsseldorfer Carneval rechnet mit 400.000 bis 600.000 Besuchern, die sich das bunte Treiben auf den Straßen anschauen wollen.
  • Bis zu 8.700 "Jecken" sind im Düsseldorfer Rosenmontagszug unterwegs, davon etwa 6.000 in Fußgruppen. Der Rest ist auf 124 Wagen verteilt. 41 Pferde sind ebenfalls dabei.
  • Auch in Düsseldorf darf die Karnevalsmusik am Rosenmontag nicht fehlen. Dafür haben sich 24 Kapellen zum Umzug angemeldet.
  • Bonbons, Schokolade, kleine Geschenke: Knapp 200 Tonnen Wurfmaterial werden am Montag an die Düsseldorfer Zuschauer verteilt.
  • Für die Rosenmontags- und Mottowagen, die Wagenbauhalle, Sicherheitskräfte und Sanitäter und die Reinigung nach dem Straßenkarneval kommen insgesamt circa eine Million Euro zusammen. Das Comitee Düsseldorfer Carneval trägt etwa die Hälfte davon.
Die Toten Hosen auf einem Überraschungswagen beim Düsseldorfer Rosenmontagszug 2018
Beim Rosenmontagszug 2018 spielte die Düsseldorfer Band "Die Toten Hosen" auf einem Überraschungswagen.
Quelle: imago/Kraft
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