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Weltgesundheitsorganisation - Zahlen und Fakten zur WHO

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Mehr als 7.000 Menschen arbeiten weltweit für die Weltgesundheitsorganisation - verteilt in 150 Länderbüros. Zahlen und Fakten zur WHO im Überblick:

Logo der Weltgesundheitsorganisation
Quelle: pr

Wo hat die WHO ihren Sitz?

Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation ist Genf. Insgesamt sechs WHO-Regionalbüros haben ihren Sitz auf der ganzen Welt: in Brazzaville (Region Afrika), Kairo (Region Östliches Mittelmeer), Kopenhagen (Region Europa), Manila (Region Westlicher Pazifik), Neu-Delhi (Region Südostasien) und Washington (Region Amerika). Mehr als 7.000 Menschen arbeiten weltweit für die WHO in 150 Länderbüros. Als Teil der Vereinten Nationen arbeitet die Weltgesundheitsorganisation eng mit anderen UN-Einrichtungen zusammen. Unterstützt wird die WHO außerdem von mehr als 700 Organisationen.

Sechs Bausteine für eine gesündere Welt

  1. Zu den Prioritäten, die die WHO als Basis ihrer Arbeit formuliert, gehört, die Gesundheitsversorgung für alle Menschen voranzutreiben. Alle sollen Zugang zu der Versorgung haben, die sie benötigen.
  2. Die Entwicklung gesundheitsbezogener Ziele weltweit: Immer wieder angepasste sowie neu entwickelte Strategien sollen bessere gesundheitliche Ziele für Mütter und Kinder erreichen, den Kampf gegen HIV, Malaria und Tuberkulose fortsetzen sowie die endgültige Ausrottung von Polio und weiteren tropischen Krankheiten vorantreiben.
  3. Nicht ansteckende Krankheiten vermeiden: Im Sinn einer allgemeinen Gesundheitsvorsoge will die WHO die Aufklärung über die Risiken durch Tabak- und Alkoholkonsum, zu wenig Bewegung und gesundheitsgefährdende Diäten vorantreiben. Im Blick ist dabei ebenso die psychische Gesundheit.
  4. Hilfe bei Katastrophen: Im Fall von Epidemien oder anderen Gesundheitsnotständen steht die WHO Ländern zur Seite, die solche Ausnahmezustände nicht alleine bewältigen können.
  5. Zugang zu Medikamenten für alle: Die WHO setzt sich dafür ein, dass Menschen global Zugang zu sicheren und erschwinglichen Medikamenten haben.
  6. Umwelt und Lebensbedingungen: Klimawandel, Lebensmittel, Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen oder auch Mobilitätskonzepte: Solche Aspekte sind für die WHO ebenfalls wichtig bei der Erarbeitung von Gesundheitsprogrammen.

Die Finanzierung der WHO: Spenden in der Kritik

Die WHO finanziert sich lediglich zu einem Viertel aus Beiträgen ihrer 194 Mitgliedsstaaten. Der Rest sind Spenden - und diese Zuwendungen stehen verstärkt in der Kritik. So ist in der Vergangenheit immer wieder diskutiert worden, inwieweit Spenden beispielsweise von Pharmakonzernen bestimmte Entscheidungen der WHO beeinflussen. Eine "angemessene Antwort auf die großen gesundheitlichen Herausforderungen wie globale Epidemien oder die wachsende Resistenz gegen Antibiotika" sei so nicht möglich, kritisiert die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international.

Ebenfalls in der Kritik steht das große finanzielle Engagement der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Mit zuletzt rund 630 Millionen US-Dollar hat die Stiftung 14 Prozent des WHO-Gesamthaushalts finanziert. Vergangenes Jahr hatten 30 internationale Organisationen diese meist projektgebundenen Zuwendungen kritisiert: "Man setzt bevorzugt auf technische Lösungen. Soziale Faktoren für Gesundheit wie Ungleichheit, fehlende politische Teilhabe und Menschenrechte werden weitgehend ausgeblendet."

Die größten Erfolge der WHO - und die Baustellen

Dass die Pocken seit 1979 dank weltweiter Impfpflicht ausgerottet sind, ist sicherlich ein großes Verdienst der WHO. Zur Erinnerung: Zwischen 1800 und 1900 waren daran noch rund 300 Millionen Menschen gestorben. Inzwischen gibt es Pockenviren nur noch in zwei Laboren in den USA und in Russland - zur Sicherheit, heißt es, um notfalls in der Lage zu sein, schnell einen Impfstoff entwickeln zu können. So gut wie ausgerottet ist Polio (Kinderlähmung). Auch dies ist auf weltweites Impfen zurückzuführen.

Größte Herausforderungen sind, so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, weiterhin der Kampf gegen Hepatitis, Tuberkulose, HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten. Läuft alles nach Plan, sollen diese Krankheiten 2030 der Vergangenheit angehören. Aber, so der WHO-Chef: "Noch sind wir von diesem Ziel einer weltweiten Gesundheitsversorgung weit entfernt. Nach wie vor hat mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu grundlegendsten Bausteinen."

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