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Landesweiter Streik im Sudan

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Zahlreiche Festnahmen - Landesweiter Streik im Sudan

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Seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Omar al-Baschir ringen Militär und Opposition im Sudan um die Macht. Letztere hat nun zu einem Generalstreik aufgerufen.

Die Straßen in der sudanischen Hauptstadt Khartum sind wie leergefegt.
Generalstreik im Sudan: Die Straßen in der Haupstadt Khartum sind wie leergefegt.
Quelle: AP

Oppositionsgruppen im Sudan haben einen landesweiten Streik begonnen. Damit wollen sie Druck auf den militärischen Übergangsrat ausüben, die Macht an eine zivile Regierung zu übergeben. Es gehe um eine "friedliche Form des Widerstandes", teilte das Gewerkschaftsbündnis SPA mit.

Sicherheitskräfte nahmen Dutzende Oppositionsanhänger fest. Flughafenmitarbeiter sowie Angestellte der Zentralbank seien abgeführt worden, sagten ihre Kollegen.

Zwei Oppositionsführer offenbar festgenommen

Karte des Sudan mit der Hauptstadt Khartum
Quelle: ZDF

Der Streik folgt auf die mutmaßliche Festnahme zweier Oppositionsführer. Der Generalsekretär der Rebellengruppe SPLM-N, Ismail Jallab, und deren Sprecher, Mubarak Ardol, waren internationalen Medienberichten zufolge wenige Stunden nach einem Treffen mit dem äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed am Freitag festgenommen worden. Die Berichte, die auf ungenannten Quellen basierten, ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Abiy versucht, in der Krise im benachbarten Sudan zwischen der Militärführung und der Opposition zu vermitteln. Dazu hatte er sich am Freitag mit dem militärischen Übergangsrat sowie mit Mitgliedern des Oppositionsbündnisses FFC getroffen.

Die Opposition fordert eine zivile Übergangsregierung.
Die Opposition fordert eine zivile Übergangsregierung. Archivbild
Quelle: Salih Basheer/AP/dpa

Sitzblockade mit Gewalt aufgelöst

Sicherheitskräfte hatten am vergangenen Montag mit Gewalt eine wochenlange Sitzblockade in Khartum aufgelöst, die maßgeblich zum Sturz des Langzeitmachthabers Omar al-Baschir beigetragen hatte. Nach Angaben eines Ärzteverbandes wurden dabei mehr als 100 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt. Das sudanesische Gesundheitsministerium gab die Zahl der Toten mit 61 an. Sicherheitskräfte gingen auch in den Tagen danach gegen Demonstranten vor.

Anstehen für Brot in Khartum: Der Generalstreik im Sudan lähmt das Land.
Menschen stehen für Brot an. Der Generalstreik im Sudan lähmt das gesamte Land.
Quelle: AP

Präsident Al-Baschir, der das Land drei Jahrzehnte lang mit harter Hand regiert hatte, war im April von den Streitkräften gestürzt worden. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste vorausgegangen. Seitdem ringen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung.

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