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Politbarometer Extra - Kein klarer Sieger im TV-Duell

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95 Minuten TV-Duell: Kanzlerin Merkel gegen SPD-Herausforderer Schulz. Insgesamt besser geschlagen hat sich laut ZDF-Politbarometer für 32 Prozent der Zuschauer Angela Merkel und für 29 Prozent Martin Schulz, eine Mehrheit von 39 Prozent konnte keinen großen Unterschied ausmachen.

Matthias Fornoff hat die wesentlichen Zahlen zum TV-Duell im Politbarometer zusammengefasst.

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Unter Befragten mit einer noch unsicheren Wahlabsicht hat für 25 Prozent Kanzlerin Angela Merkel und für 29 Prozent der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz den besseren Gesamteindruck hinterlassen. Für 46 Prozent der Befragten lagen beide auf einem Niveau.

Schulz besser als erwartet

Die Bundeskanzlerin hat in der Debatte den Erwartungen der meisten Zuschauer entsprochen, ihr Herausforderer konnte sie übertreffen: So war der Auftritt von Martin Schulz für 51 Prozent besser als erwartet, für 36 Prozent haben sich die Vorab-Annahmen bestätigt und nur 11 Prozent sehen ihre Erwartungen an Schulz nicht erfüllt. Zur
Performanz Angela Merkels sagen 11 Prozent "besser als erwartet", 12 Prozent "schlechter" und 77 Prozent "so wie erwartet".

"Sympathischer" war für 40 Prozent Merkel und für 25 Prozent Schulz (kein Unterschied: 34 Prozent), "glaubwürdiger" fanden 35 Prozent die CDU-Vorsitzende und 22 Prozent den SPD-Chef (kein Unterschied: 43 Prozent), mehr Sachverstand hat im TV-Duell für 41 Prozent Merkel und für 18 Prozent Schulz gezeigt (kein Unterschied: 40 Prozent). In Fragen der "Sozialen Gerechtigkeit" war für 49 Prozent Schulz und nur für 15 Prozent Merkel überzeugender (kein Unterschied: 34 Prozent), aber für 55 Prozent Merkel und nur für 19 Prozent Schulz, wenn es darum geht, "Deutschland durch die weltweit unsicheren Zeiten zu führen" (kein Unterschied: 25 Prozent).

11 Prozent jetzt bessere Meinung von Merkel

Die Basiseinstellungen der Zuschauer haben sich vor allem gegenüber Martin Schulz geändert: Vom SPD-Kanzlerkandidaten haben nach dem Duell 44 Prozent einen besseren und sieben Prozent einen schlechteren Eindruck, bei 48 Prozent ist dieser unverändert. Von Angela Merkel haben jetzt 11 Prozent eine bessere und acht Prozent eine schlechtere Meinung, 81 Prozent sagen "wie zuvor".

In der K-Frage holt Schulz unter Zuschauern deutlich auf, liegt aber auch nach dem Schlagabtausch mit 14 Prozentpunkten (vor dem Duell: 27 Punkte) weiter hinter Merkel: 53 Prozent (zuvor: 60 Prozent) wünschen sich die CDU/CSU-Kandidatin als Bundeskanzlerin, 39 Prozent (zuvor: 33 Prozent) sind für den SPD-Kandidaten als Kanzler. Da die  Meinungsbildung bei TV-Debatten in aller Regel auch indirekt-zeitversetzt über Gespräche, Medien und weitere Kommunikationskanäle erfolgt, bleibt abzuwarten, ob oder wie das Duell in der K-Frage oder der politischen Gesamtstimmung nachhaltig Wirkung erzielt.

Mehr als 1.000 Befragte

Die Zahlen basieren auf einer telefonischen Befragung der Forschungsgruppe Wahlen unter 1.010 zufällig ausgewählten wahlberechtigten Zuschauern des TV-Duells am 3.9.2017, die zuvor bei den Politbarometer-Erhebungen sagten, das TV-Duell sehen zu wollen.

Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigten Zuschauer des TV-Duells, die sich vor allem durch überdurchschnittlich viel Politikinteresse auszeichnen.

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