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Politbarometer - Schulz holt bei K-Frage auf

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Während SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bei der K-Frage im ZDF-Politbarometer zulegt, büßt Angela Merkel (CDU) Zuspruch ein. Einen Monat vor der Bundestagswahl sähen 34 Prozent Martin Schulz lieber als nächsten Bundeskanzler, 55 Prozent der Befragten wollen, dass Angela Merkel Kanzlerin bleibt.

Die Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei spiegeln sich auch im ZDF-Politbarometer wider. 72 Prozent der Befragten sind der Meinung, Deutschland solle mehr Druck auf die Wirtschaft der Türkei ausüben. Bei der Sonntagfrage verlieren Union und SPD …

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Im Vergleich zu Mitte August verringert sich der deutliche Vorsprung von Angela Merkel gegenüber ihrem Herausforderer Martin Schulz: Jetzt wünschen sich 55 Prozent (minus fünf) Angela Merkel im Amt und 34 Prozent (plus vier) sprechen sich für Martin Schulz als künftigen Kanzler aus.

Dabei stehen die CDU/CSU-Anhänger weiterhin praktisch geschlossen (95 Prozent) hinter Merkel, bei Martin Schulz hat sich der Rückhalt bei den SPD-Anhängern (76 Prozent) deutlich verbessert (plus zehn). Dennoch will hier immer noch knapp jeder Fünfte (18 Prozent) lieber Merkel als Kanzlerin (der Rest zu 100 Prozent entweder "keinen von beiden" oder "weiß nicht").

Top Ten

Auf der Liste der nach Meinung der Befragten zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker gibt es dieses Mal wenig Veränderungen: Auf Platz eins liegt weiterhin Angela Merkel mit einer Durchschnittsnote von 1,7 (Aug. I: 1,8) auf der Skala von +5 bis -5. Auf Platz zwei mit ein paar Hundertstel weniger und ebenfalls 1,7 (Aug. I: 1,6) bleibt Wolfgang Schäuble.

Danach folgen Sigmar Gabriel mit deutlich verbesserten 1,4 (Aug. I: 1,0), Thomas de Maizière mit 1,0 (Aug. I: 0,7), Christian Lindner mit 0,9 (Aug. I: 0,8), Martin Schulz mit 0,7 (Aug. I: 0,6), Cem Özdemir mit 0,6 (Aug. I: 0,7), Horst Seehofer mit 0,5 (Aug. I: 0,5) und Ursula von der Leyen mit 0,3 (Aug. I: 0,3). Auf Platz zehn liegt Sahra Wagenknecht mit unverändert minus 0,3.

Sonntagsfrage: Union und SPD verlieren

Der verbal härter werdende Wahlkampf zeigt die typischen Wirkungen: Die Parteianhänger stehen stärker zu ihren jeweiligen Parteien und die Volksparteien haben leichte Verluste zugunsten kleinerer Konkurrenten.

In der Politbarometer-Projektion gibt es im Vergleich zu Mitte August leichte Veränderungen: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, kämen CDU/CSU auf 39 Prozent (minus eins) und die SPD nur noch auf 22 Prozent (minus zwei). Die Linke erhielte neun Prozent (plus eins), die Grünen unverändert acht Prozent, FDP und AfD könnten jeweils einen Punkt auf neun Prozent zulegen. Die anderen Parteien zusammen kämen wie zuletzt auf vier Prozent.

Damit gäbe es er weiterhin neben einer Großen Koalition nur noch eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grünen und FDP. Für Rot-Rot-Grün oder eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP würde es nicht reichen. Schwarz-Grün und vor allem Schwarz-Gelb befänden sich an der Grenze zur Mehrheitsfähigkeit.

<strong>Keine mehrheitliche Unterstützung für irgendein Koalitionsmodell</strong>

Alle zur Bewertung vorgelegten möglichen Koalitionen werden von den Befragten mehrheitlich abgelehnt: Noch am wenigsten gilt das für eine schwarz-gelbe Koalition und eine große Koalition ("schlecht": 38 Prozent bzw. 40 Prozent), aber auch dafür gibt es nur 37 Prozent bzw. 38 Prozent Zustimmung (Rest zu 100 Prozent zumeist "egal" oder "weiß nicht").

Auf deutlichere Ablehnung stoßen Schwarz-Grün und die Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP ("schlecht": 48 Prozent bzw. 51 Prozent; "gut": 26 Prozent bzw. 24 Prozent). Am wenigsten Rückhalt finden die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP ("schlecht": 56 Prozent; "gut": 22 Prozent) und Rot-Rot-Grün ("schlecht": 67 Prozent; "gut": 20 Prozent).

<strong>Erdogan und die Türkei</strong>

In letzter Zeit hat der türkische Staatspräsident Erdogan den Konflikt mit Deutschland weiter eskaliert. Deshalb sind 72 Prozent aller Befragten der Meinung, dass Deutschland gegenüber der Türkei wirtschaftlichen Druck ausüben sollte, auch wenn das mit Nachteilen für uns verbunden sein sollte, 22 Prozent sprechen sich dagegen aus.

<strong>Terrorangst in Deutschland</strong>

Wie bei ähnlichen Anschlägen in der letzten Zeit fürchten 82 Prozent, dass es nach den Attentaten in Barcelona auch in Deutschland zu Terroranschlägen kommt, 16 Prozent erwarten das nicht. Dabei meinen 51 Prozent, dass bei uns genug zum Schutz vor Terror getan wird, während es 41 Prozent nicht für ausreichend halten.

<strong>Donald Trump und die Rechtsextremen in den USA</strong>

Drei Viertel (74 Prozent) vertreten die Auffassung, dass der US-Präsident Donald Trump den rechtsextremen Bewegungen in den USA zu nahe steht, elf Prozent sehen das nicht so. Dabei glauben nur 28 Prozent, dass Trump bis zum Ende seiner regulären Amtszeit Präsident bleiben wird. Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent erwartet ein vorzeitiges Ende seiner Präsidentschaft.

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