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Im Netz des Missbrauchs - Wie Kinder zu Opfern werden

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Die Zahlen sind alarmierend. Das FBI schätzt, dass zu jedem Zeitpunkt 750.000 Pädophile weltweit auf der Suche nach Kinderpornografie sind. Die Täter sind meist Männer.

UNICEF schätzt, dass allein auf den Philippinen jährlich 100.000 Kinder Opfer von Cybersex werden. Manche Opfer können gerettet werden. Unter den Folgen des Missbrauchs leiden sie bis heute. In philippinischen Schutzhäusern finden einige von ihnen Zuflucht und Hilfe. Die Kinder sind selbstmordgefährdet, leiden fast jede Nacht unter Alpträumen und es fällt ihnen schwer, wieder Vertrauen zu Erwachsenen aufzubauen.

Die Zahlen sind alarmierend. Das FBI schätzt, dass weltweit ständig etwa 750 000 Pädophile im Netz auf der Suche nach Kinderpornografie sind. Ein Trend dabei ist der sogenannte Cybersex.

Beitragslänge:
28 min
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Cybersex: Anonymer Missbrauch im Internet

Ein neuer Trend in diesem grausamen Milliardengeschäft ist der sogenannte Cybersex mit Kindern: Minderjährige – meist aus armen Ländern Südostasiens - werden gezwungen, sich vor der Webcam auszuziehen oder Sex mit Erwachsenen zu haben. Tausende Kilometer entfernt, in den westlichen Industrieländern, sitzen die Kunden vor ihren Computern und schauen dabei zu. ZDFzoom ist es gelungen, einige deutsche Nutzer aus diesen so genannten Sexshows zu identifizieren und sie mit ihren Taten zu konfrontieren.

Doch bisher geht keine Ermittlungsbehörde gegen sie vor. Nicht selten verhindert die Anonymität des Internets, dass die Ermitttler der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Gießen den Tätern auf die Spur kommen. Ein großes Problem bei den Ermittlungen ist auch die sogenannte Keuschheitsprobe. Um in die einschlägigen Foren und Chaträume zu gelangen, verlangen die Administratoren, dass Nutzer zunächst selbst kinderpornografische Darstellungen verschicken.

Ermittler sollen mehr Rechte bekommen

Ermittler dürfen aber in Deutschland bei ihrer Arbeit keine Straftaten begehen. Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) will das ändern. Zusammen mit ihren Kollegen in Bayern und Rheinland-Pfalz startet sie nun auf Bundesebene eine Initiative, die es Ermittlern ermöglichen soll, mit computergenerierten Bildern in die Pädophilen-Netzwerke einzudringen und so mehr Täter dingfest zu machen.

Experten geht das nicht weit genug. Wolf-Christian Ramm von "Terre des Hommes" etwa fordert: "Wir brauchen mehr Ermittlungsbeamte, wir brauchen aber auch andere technische Mittel, die dafür eingesetzt werden können, zum Beispiel Avatare, zum Beispiel Chat Robots, die in der Lage sind, diese großen Datenmengen zu bewältigen und Chats zu protokollieren und daraufhin Personen zu identifizieren."

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