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Leseempfehlung - Zehn Bücher, die es 2018 zu entdecken gilt

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Das Jahr 2018 bietet eine Reihe von Romanen, die Buchliebhaber zum Abtauchen in neue Welten einladen. heute.de stellt zehn Bücher vor, die uns 2018 zum Schmökern bringen werden.

Archiv: Eine Frau hält am 23.02.2017 in Heidelberg vor einem öffentlichen Bücherregal ein Buch in den Händen
Quelle: dpa

Die etablierten Bestsellerautoren wie Dan Brown, Ken Follet oder Daniel Kehlmann haben ihre neuen Romane bereits im Herbst 2017 veröffentlicht. 2018 bietet daher die Chance, die Werke anderer Autoren zu entdecken: etwa mehrteilige Erzählungen, Fortsetzungen, aber auch völlig neue Geschichten. Hier unsere zehn Tipps.

1. Das große Finale

Fans der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante haben noch 614 Seiten vor sich, in denen sie an der Seite der Freundinnen Lila und Elena stehen können. Das große Finale, "Die Geschichte des verlorenen Kindes", erscheint Anfang Februar in Deutschland. Ferrante führt ihre Leser dabei in die grausame, chauvinistische Welt des verbrecherischen Neapels. Doch der Abschluss der neapolitanischen Saga, mit der ihr der internationale Durchbruch gelang, ist nicht das einzige Buch der Autorin, das 2018 erscheint. Mit "Frantumaglia" bringt der Suhrkamp-Verlag im Sommer auch ihr Selbstporträt auf den deutschen Markt. Ihr Pseudonym lüftet die italienische Autorin darin jedoch nicht.

2. Die Naturkatastrophe

Riesige Wellen treffen am 03.01.2018 die Mole von Newhaven
Wellen treffen die Mole von Newhaven Quelle: dpa

Uwe Laub entwickelt ausgehend von Natur- und Umweltkatastrophen Thrillerplots. Erst "Blow Out", nun "Sturm": Anfang Februar 2018 inszeniert Laub in seinem neuen Roman ein bedrohliches Untergangsszenario. Weltweit häufen sich scheinbar unerklärliche Wetterphänomene. Ist die Natur zum Feind des Menschen geworden - oder steckt der Mensch dahinter? Laubs "Sturm" ist Lesefutter für Liebhaber von Wissenschaftsthrillern.

3. Der Grenzgänger

Luca D'Andrea landete 2017 mit seinem spannenden Thriller "Der Tod so kalt" einen Erfolg. Der Roman ist in über 30 Ländern erschienen. Nun kommt Ende Februar mit "Das Böse, es bleibt" Thriller-Nachschub von ihm in die deutschen Buchläden. Der Südtiroler punktet mit einem ungewöhnlichen Stil und einer teils beklemmenden, atmosphärischen Dichte. Dabei bleibt D'Andrea jedoch nicht in klassischen Genremustern. Das Konzept Thriller trifft auf Heimat- und Abenteuerroman gilt auch für "Das Böse, es bleibt" - der ebenfalls in Südtirols Bergwelt spielt.

4. Der Amerikaner

Die Entwicklungen im vergangenen Jahr in den USA zeigen: Rassismus ist vielerorts immer noch Alltag. Greg Iles baut seine Natchez-Trilogie darauf auf. Episch schildert er den Kampf gegen Hass, Rassismus und Selbstjustiz im tiefsten Süden der Vereinigten Staaten. Die ersten beiden Teile waren vor allem eines: ziemlich lang. Doch wer Zeit hat und auch bei vielen Charakteren den Überblick nicht verliert, ist hier genau richtig. Im dritten Teil steht nun der Showdown im Kampf gegen die sogenannten Doppeladler bevor. Sie sind eine Organisation von rassistischen Weißen, die seit den sechziger Jahren ihr Unwesen treiben. Auch in "Die Sünden von Natchez" reichert Iles seinen großen Amerika-Roman mit Thriller-und Wild-West-Elementen sowie einer kleine Prise von Verschwörungstheorien an.

5. Die Zukunftsvision

Archiv: Maja Lunde am 29.08.2017 in Oslo
Maja Lunde Quelle: dpa

Sie lief im Jahr 2017 mit ihrem Roman "Die Geschichte der Bienen" den Starautoren Dan Brown und Ken Follet den Rang ab. Ihre Erzählung übers Bienensterben war das meistverkaufte Buch des Jahres und über Monate auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten. 2018 erscheint der zweite Teil des Klimaquartetts von Maja Lunde. Auf ihre Hommage auf die Rolle der Bienen folgt nun "Die Geschichte des Wassers". Ihrem Konzept, die Geschichte in mehreren Zeitebenen zu erzählen, bleibt die Norwegerin treu.

6. Die Liebeserklärung an Barcelona

Auch 2018 müssen Liebhaber von Historienromanen nicht auf Nachschub verzichten. Was Ken Follets "Säulen der Erde" für England ist, ist Ildefonso Falcones "Die Kathedrale des Meeres" für Katalonien. Im Juni erscheint nun die Fortsetzung von Falcones großem Historienroman. "Die Erben der Erde" spielt im Jahr 1387 in Barcelona. Falcones liefert darin eine Liebeserklärung an das pulsierende Herz Kataloniens ab.

7. Der Skandinavier

Komplex, toll geschrieben und spannend inszeniert: Wer auf der Suche nach dem neuen Stern am skandinavischen Krimihimmel ist, sollte sich den Namen Ingar Johnsrud notieren. Der Norweger versteht sein Handwerk und lieferte 2017 mit "Der Hirte" clevere skandinavische Thriller-Kost ab. Vertrauen und Misstrauen, Alleingang und Teamwork, Vergangenheit und Gegenwart - all das gehört bei Johnsrud zusammen. Mit "Der Bote" erscheint im Mai 2018 der zweite Roman um Kommissar Fredrik Beier.

8. Die Satire

Laurie Gelman war Moderatorin in Kanada und den USA, doch nach eigenen Angaben war ihr schwerster Job der als Elternsprecherin. Genau darüber hat sie nun ein Buch geschrieben. Es mag Eltern zwar nicht dazu ermuntern, selbst den Job zu übernehmen. Es bringt sie aber mit einer gehörigen Portion Humor zumindest zum Lachen. Dem deutschen Buchtitel "Die Elternsprecherin" fehlt es jedoch ein wenig an der Dramatik, die das englische "Class Mom" besser beschreibt. Ein Jahr nach der Veröffentlichung in den USA erscheint Gelmans Buch diesen Sommer auch in Deutschland.

9. Das Trauma

Küste von Kapstadt
Küste von Kapstadt (Archivbild) Quelle: reuters

Südafrika ist für die in Hamburg lebende Autorin Stefanie Gercke ein "Ort der Zuflucht". Vor dem Hintergrund dieses Landes erzählt sie in ihrem für den Herbst 2018 angekündigten Roman nun eine dramatische Familiengeschichte. Eine Deutsche kehrt darin nach Südafrika zurück, um sich auf die Suche nach ihrem Halbbruder zu machen. Dieser ist die Hoffnung für ihren Vater, der dringend eine Organspende braucht. Doch sie wird von ihren Erinnerungen eingeholt. Mit zwanzig wurde sie in Südafrika von einem Mann überfallen. Ein Ereignis, wegen dem sie noch heute in Gefahr schwebt.

10. Das Romantische

Es muss nicht immer Nicolas Sparks oder Cecelia Ahern sein: Wer eine romantische Geschichte sucht, kann im Herbst "Nebenan funkeln die Sterne" entdecken. Unter dem Pseudonym Lilly Adams erzählt eine Autorin aus München von Emma. Die hat ihr Leben im Griff, wenn man ihrem erfolgreichen Instagram-Account glaubt. Doch in Wahrheit lebt sie allein in einem winzigen Apartment in London. Den Kontakt mit anderen Menschen meidet sie. Das ändert sich jedoch, als ein neuer Nachbar einzieht. "Nebenan funkeln die Sterne" ist ein Roman mit viel Romantik für triste Herbsttage.

Für wen unter den zehn Leseempfehlungen nichts dabei war: Das Jahr ist noch jung - und gerade in der zweiten Jahreshälfte ist vor der Frankfurter Buchmesse noch mit zahlreichen Neuveröffentlichungen zu rechnen, die derzeit noch nicht absehbar sind. Vielleicht ist dann etwas dabei. Die Veröffentlichungsdaten unserer zehn Empfehlungen sind zudem als vorläufig zu betrachten. Die Verlage können diese kurzfristig ändern.

Dem Autoren auf Twitter folgen: @martin_krauss

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