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Proteste gegen Regierung - Hongkong: Zehntausende bei Demo

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In Hongkong haben sich zehntausende Menschen zu einer neuen Massendemonstration versammelt. Die Demo soll laut den Organisatoren "vernünftig" und "gewaltlos" ablaufen.

Massenproteste am 18. August in Hongkong
Massenproteste am 18. August in Hongkong
Quelle: dpa

In Hongkong sind erneut Zehntausende von regierungskritischen Demonstranten auf die Straße gegangen. Die meist schwarz gekleideten Teilnehmer versammelten sich im strömenden Regen auf Fußballfeldern im ausgedehnten Victoria Park. Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie "Freiheit für Hongkong!" und "Demokratie jetzt!". Die Demonstration wurde von der Protestgruppe Civil Human Rights Front (CHRF) organisiert und soll demnach "vernünftig" und "gewaltlos" ablaufen. Die Organisation meidet Konfrontationen mit der Polizei und war die treibende Kraft hinter den Rekord-Kundgebungen im Juni und Juli mit mehreren hunderttausend Teilnehmern. Bis zum frühen Abend (Ortszeit) blieb alles friedlich.

Der Welt zeigen, dass "Hongkong friedlich sein kann"

Die Aktivisten wollen mit der Großdemonstration deutlich machen, dass ihre Bewegung trotz zunehmender Gewalt und schärfer werdender Drohungen Pekings immer noch breite Unterstützung in der Öffentlichkeit findet. "Wir erwarten eine große Zahl von Teilnehmern. Wir hoffen, dass wir der Welt zeigen können, dass die Menschen in Hongkong völlig friedlich sein können", sagte die CHRF-Sprecherin Bonnie Leung. Sollten die Regierungen in Hongkong und Peking "darauf warten, dass unsere Bewegung stirbt, dann liegen sie falsch. Wir werden weiter kämpfen", fügte sie hinzu.

In Hongkong sind die Proteste gegen den Einfluss der chinesischen Regierung am Sonntag in eine neue Runde gegangen. Die Veranstalter hoffen wieder auf Hunderttausende Teilnehmer.

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Die Polizei hat die Massenkundgebung zwar genehmigt, einen Demonstrationszug durch Hongkongs Straßen jedoch untersagt. In der Vergangenheit wurden solche Verbote von den Demonstranten jedoch ignoriert. Kleinere Protestmärsche am Samstag endeten ohne größere Zwischenfälle. Viele Demonstranten riefen: "Wir sehen uns im Victoria Park!" Der Park war bereits bei früheren Demokratieprotesten zentraler Anlaufpunkt der Aktivisten.

Lehrerdemo am Samstag

Am Samstag waren Tausende von Lehrern auf die Straßen gegangen. Der Marsch war nach den jüngsten Ausschreitungen ungewöhnlich ruhig geblieben. Bei einer kurzen Konfrontation zwischen Polizei und Demonstranten in der Nacht vor einer Polizeiwache wurde kein Tränengas eingesetzt. Zuvor hatte es auch eine deutlich größere Kundgebung zur Unterstützung der Hongkonger Regierung gegeben. Die Organisatoren sprachen von 476.000 Teilnehmern, die Polizei lediglich von 108.000.

Die Proteste in der Wirtschaftsmetropole halten seit elf Wochen an. In jüngster Zeit schlugen sie verstärkt in Gewalt um. Die Demonstranten werfen der Hongkonger Regierung eine zu große Nähe zur kommunistischen Führung in Peking vor. Die frühere britische Kronkolonie Hongkong ist seit 1997 eine chinesische Sonderverwaltungszone, in der die Einwohner größere persönliche Freiheiten genießen als in der Volksrepublik. Zuletzt drohte China den Demonstranten unverhohlen mit einem unverhohlen mit einem Eingreifen.

Karte: Hongkong - China
Hongkong, ehemals britische Kolonie, wurde 1997 an China zurückgegeben. Seither wird Hongkong autonom regiert, zum Vorteil seiner Bürger.
Quelle: ZDF
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