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Rennen um CDU-Vorsitz - AKK, Merz, Spahn: Positionen, Themen, Ziele

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Bald entscheidet sich, wer den CDU-Vorsitz übernimmt: Kramp-Karrenbauer, Merz oder Spahn. Wofür stehen die Kandidaten und wie grenzen sich sich gegeneinander ab? Ein Überblick.

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn am 09.11.2018 in Berlin
Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn konkurrieren um den CDU-Vorsitz.
Quelle: dpa

Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Ex-Fraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn - sie alle wollen an die Spitze der CDU. Doch bevor die Entscheidung beim Parteitag am 7. Dezember fällt, bringen sich die Kandidaten für den Parteivorsitz inhaltlich in Stellung. Dabei fällt auf: Alle drei äußerten sich in den vergangenen Wochen auch zu Themen, die sie zuvor nicht besetzt hatten.

Kandidaten setzten neue Themen

Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) hat vermeintliche Schwachstellen nachjustiert: Die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin gilt als Merkel-nah, kritische Beobachter warnen, dass sie Merkels Politik einfach fortsetzen könnte. Deshalb versucht die 56-Jährige gegenzusteuern und setzte mit ihrer Forderung nach einer harten Linie im Umgang mit kriminellen Asylbewerbern neue Schwerpunkte. Diese Themensetzung habe aber nichts damit zu tun, eine Schwäche auszumerzen, betonte sie bei "Maybrit Illner". "Das hat etwas damit zu tun, dass ich sieben Jahre lang Innenministerin (im Saarland, Anmerkung d. Redaktion) war und dass ich Ministerpräsidentin war, die im Übrigen in ihrem Land einen sehr konsequenten Kurs gefahren hat", betonte sie im ZDF. Auch ihren Widerstand gegen die "Ehe für alle" bekräftigte sie nochmal.

Merz justiert nach

Auch Friedrich Merz schlägt bei einigen seiner Schwachstell-Themen neue Töne an: Er sicherte Merkel für den Fall seiner Wahl zum neuen CDU-Vorsitzenden einen "fairen, anständigen und loyalen" Umgang zu. Diese hatte ihn 2002 von seinem Posten verdrängt. Auch beim Thema Europa änderte er seine Meinung: Eine europäische Arbeitslosenversicherung stehe erst am Ende eines Integrationsprozesses, sagte er der "Rheinischen Post". Und das, obwohl er vor seiner Kandidatur einen Europa-Aufruf mitunterschrieben hat, in dem weitreichende Schritte bei der EU-Integration gefordert werden - bis zu einer europäischen Arbeitslosenversicherung und ambitionierten Eurozonen-Reformen.

Spahn bleibt weitgehend bei Positionen

Gesundheitsminister Jens Spahn dagegen bleibt seiner bisherigen Linie weitgehend treu. Der frühere Polarisierer bekräftigte einige seiner Positionen sogar, etwa zur Migration. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb er, dass die Flüchtlings- und Migrationspolitik der Hauptgrund dafür sei, warum seine Partei stark an Vertrauen verloren habe. Die Flüchtlingspolitik sei der "weiße Elefant im Raum". "Aber so bin ich halt, ich muss mich auch nicht korrigieren in meinen Positionen oder jetzt irgendwie anpassen für die nächsten Wochen", sagte er im ZDF.

Wofür stehen die Kandidaten, welche Themen setzen sie? Ein Überblick:

Annegret Kramp-Karrenbauer

Friedrich Merz

Jens Spahn

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Bislang gibt es drei offizielle Kandidaten für den CDU-Vorsitz - Annegret Kamp-Karrenbauer, Friedrich Merz und jetzt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Mit Material von dpa, AFP, Reuters

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