Sie sind hier:

Strecke Krefeld-Neuss - 47 Verletzte bei Bahnunglück in NRW

Datum:

Bei einem Bahnunfall nahe Meerbusch in NRW ist ein Personenzug auf einen stehenden Güterwagen geprallt. Nach neuen Angaben der Feuerwehr wurden dabei 47 Menschen verletzt.

Zugunglück: RE7 fährt bei Meerbusch auf Güterwaggon auf
Zugunglück: RE7 fährt bei Meerbusch auf Güterwaggon auf
Quelle: dpa

Der Deutschen Bahn zufolge war ein Zug des privaten Betreibers National Express am Abend auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren. Feuerwehrsprecher Frank Mohr sagte, drei Menschen seien schwer, drei weitere mittelschwer und 41 leicht verletzt worden. Im Zug saßen demnach 155 Reisende. Zuvor waren die Angaben zur Zahl der Verletzten widersprüchlich gewesen.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Lokführer des Personenzugs hat offenbar mit einer Notbremsung einen noch schwereren Zusammenprall verhindert. "Der Triebfahrzeugführer hat eine Vollbremsung eingeleitet", sagte Marcel Winter, der Sprecher von National Express. Der Mann habe sich damit vermutlich selbst das Leben gerettet.

Vorderer Wagen verkeilt sich

Warum der Güterzug, der auf dem Weg von Dillingen nach Rotterdam war, auf den Schienen stand, sei noch unklar, sagte eine Bahnsprecherin in Berlin. Bei dem Unglück verkeilte sich der vordere Wagen des Personenzugs stärker, die weiteren Waggons entgleisten oder standen weitgehend unbeschädigt auf den Schienen.

Feuerwehrleute bahnten sich den Weg zu dem verunglückten Zug, nachdem sie bereits Kontakt mit den Passagieren aufgenommen hatten. Deren Rettung war anfangs schwierig, weil durch herabgerissene Leitungen auch die Bahn unter Strom stand. Nach zwei Stunden konnten allerdings die ersten Passagiere und auch der verletzte, aber unter Schock stehende Lokführer den Unglückszug verlassen.

"Großer Knall" und Vollbremsung

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Sprecherin gegen 19.30 Uhr in Meerbusch-Osterath. Fahrgäste sprachen von einem "großen Knall" und einer Vollbremsung. Ein Großaufgebot von Bundespolizei, Feuerwehr und Polizei sei vor Ort, twitterte die Bundespolizei NRW.

Der private Betreiber National Express

Unglück weckt Erinnerungen

Das Unglück weckt Erinnerungen an einen Zusammenstoß im bayerischen Bad Aibling. Im Februar 2016 waren dabei zwei Nahverkehrszüge zusammengestoßen. Zwölf Menschen starben, 89 Insassen wurden verletzt
- einige von ihnen lebensgefährlich. Im August 2014 rammte ein Güterzug in Mannheim einen Eurocity mit 250 Passagieren - zwei Waggons stürzten um, 35 Menschen wurden verletzt.

Das schwerste Zugunglück in Deutschland der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich im Juni 1998 in Eschede: 101 Menschen starben, als mehrere Waggons eines ICE bei Tempo 200 nach einem Bruch des Radreifens gegen eine Brücke prallten.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.