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Zum Jahresende - Industrie-Produktion bricht ein

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Die schwächelnde Weltwirtschaft hat auch Auswirkungen auf die Industrie in Deutschland. Die Produktion hat Einbrüche wie seit der Finanzkrise vor über zehn Jahren nicht mehr.

Ein Mann arbeitet in einem Hochofen. Archivbild
Ein Mann arbeitet in einem Hochofen. Archivbild
Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Die deutsche Industrie hat ihre Produktion zum Jahresende massiv verringert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag die Gesamtherstellung im Dezember 3,5 Prozent unter dem Vormonatsniveau.

Stärkster Rückgang seit Finanzkrise

Das ist der stärkste Rückgang seit Anfang 2009, als die Produktion infolge der Finanzkrise weggebrochen war. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Herstellung ebenfalls massiv um 6,8 Prozent. Das ist der stärkste Rückgang seit Ende 2009.

Falsche Einschätzung der Analysten

Analysten wurden von den schwachen Zahlen auf dem falschen Fuß erwischt. Sie hatten im Schnitt sogar einen leichten Anstieg erwartet. Der Dezember beende für die deutsche Industrie ein "Jahr zum Vergessen", kommentierte Carsten Brzeski, Chefökonom für Deutschland von der Bank ING. Damit spielt der Ökonom auf die erheblichen wirtschaftlichen Belastungen für die exportorientierte deutsche Industrie an. Zu nennen sind in erster Linie der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die insgesamt schwächere Weltwirtschaft.

Hoffnungsträger Energie

Die Produktionsentwicklung im Dezember war bis auf den Energiesektor durch die Bank weg schwach. Die Industrie verringerte ihre Warenherstellung zum Vormonat um 2,9 Prozent. Am Bau brach die Aktivität um 8,7 Prozent ein. Lediglich der Energiesektor stützte die Gesamtentwicklung mit einem etwas höheren Ausstoß.

Sorgenkinder: Maschinenbau und Autoindustrie

Im gesamten vierten Quartal ging die Produktion des verarbeitenden Gewerbes 1,9 Prozent zurück, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Besonders stark waren die Rückgänge im Maschinenbau und in der Autoindustrie. "Die zuletzt schwache Entwicklung der Produktion und der Auftragseingänge deutet darauf hin, dass die Konjunkturschwäche in der Industrie noch nicht überwunden ist", kommentierte das Ministerium.

Aussicht auf Besserung im Februar

Allerdings relativierten das Wirtschaftsministerium und einige Bankvolkswirte die schwachen Daten etwas. Aufgrund einer hohen Anzahl an Brückentagen im Dezember dürfte der Rückgang der Industrieproduktion überzeichnet sein, hieß es vom Ministerium. Ähnlich äußerte sich Ökonom Ralph Solveen von der Commerzbank. Er rechnet deshalb damit, dass die Produktion spätestens im Februar wieder anziehen wird und es eine Gegenbewegung gibt.

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