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Grünen-Anfrage - Dürresommer: Deutlich mehr Holzschäden

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Zwei Dürresommer in Folge machen den Wäldern zu schaffen. Die Menge an Schadholz ist drastisch gestiegen. Wie es in den einzelnen Bundesländern aussieht.

Die Waldschäden in Deutschland werden schlimmer. Archivbild.
Die Waldschäden in Deutschland werden schlimmer.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Die Holzschäden im deutschen Wald haben drastisch zugenommen. In vielen Bundesländern ist die Menge an Schadholz rapide gestiegen, wie aus einer Antwort des Agrarministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervorgeht, die dem ZDF vorliegt. Die Sommerhitze in den Jahren 2018 und 2019 hat in vielen Bundesländern die verfügbare Menge an Grundwasser nach einem Bericht der "Rheinischen Post" empfindlich gesenkt. Im Winter fiel nicht ausreichend Regen, um das auszugleichen. In Folge wurden auch die negativen Auswirkungen durch Schädlingsbefall größer.

In den beiden Jahren 2018 und 2019 summiere sich das Schadholz auf rund 105 Millionen Kubikmeter, so die Bundesregierung. Voriges Jahr fielen demnach in Brandenburg 400.000 Kubikmeter an. 2019 waren es bisher fast sieben Millionen Kubikmeter. Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen Anstieg von 4,5 auf 14,5 Millionen Kubikmeter. In Bayern waren es den Angaben zufolge nach 4,6 Millionen im vergangenen Jahr jetzt 9,8 Millionen Kubikmeter. Für Hessen wurden zuletzt 7,5 Millionen Kubikmeter verzeichnet, ein Anstieg um 3,6 Millionen. In Rheinland-Pfalz sind es 2,5 Millionen, ein Plus von 1,5 Millionen.

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Wald wie in Italien oder Griechenland?

Die Forstwirtschaft werde in den nächsten Jahren gut vier Milliarden Euro weniger einnehmen, zitiert die "Rheinische Post" den Grünen-Politiker Oliver Krischer. Der Vize-Fraktionschef warnte davor, mit öffentlicher Förderung "auf Teufel komm raus wieder aufzuforsten". Vielerorts wäre es besser, der Natur zu überlassen, welche Baumarten sich ansiedeln. "Gut möglich, dass unsere Wälder in Zukunft eher wie italienische oder griechische Wälder aussehen werden, weil wir deren heutiges Klima bekommen werden", sagte Krischer.

Bundesweit werden seit vergangenem Jahr verstärkt großflächige Waldschäden in bislang noch nicht gekanntem Ausmaß registriert. Nach Angaben des Agrarministeriums vom Spätsommer sind 150.000 Hektar zerstört. Ursache sind eine langanhaltende Dürre und dadurch ausgelöste Folgeprobleme wie Schädlingsbefall in geschwächten Beständen. Die Trockenheit gilt als eine Konsequenz des Klimawandels.

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