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Hubschauber-Absturz in Mali - Zwei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen

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Nach dem Absturz eines Bundeswehrhubschraubers in Mali gibt es jetzt Gewissheit über die Besatzung: Die beiden Bundeswehrsoldaten sind ums Leben gekommen. Der Hubschrauber war im Auftrag der UN-Friedensmission Minusma im Einsatz. Der Grund des Absturzes ist weiter unklar.

Der Einsatz im afrikanischen Mali gilt als die gefährlichste Mission der UNO zurzeit. Jetzt diskutiert der Bundestag darüber, den Anteil der Bundeswehr dort auszuweiten. Bis zu 1.000 deutsche Soldaten könnten dann in Mali eingesetzt werden.

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Bei dem Absturz eines Bundeswehrhubschraubers in Mali sind beide Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am späten Mittwochabend bei einem kurzfristig anberaumten Pressestatement in Berlin mit. Die Ursache des Absturzes des Kampfhubschraubers Tiger am Mittwoch sei bislang ungeklärt, schrieb die Bundeswehr auf ihrer Internetseite. Die Untersuchungen zu dem Vorfall dauerten an. Der Hubschrauber und die Besatzungsmitglieder waren im Auftrag einer UN-Friedensmission in Mali im Einsatz.

Kein Hinweis auf Beschuss

"Das war ein Unfall", hieß es aus UN-Kreisen in Gao in Nordmali, wo auch die Bundeswehr für die UN-Mission Minusma im Einsatz ist. Es gebe keinen Hinweis, dass auf den Hubschrauber "geschossen" worden sei.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) war von dem Unglück am Mittwoch auf ihrer Sommerreise im oberbayerischen Pöcking unterrichtet worden. Ein Sprecher der Bundeswehr sprach dort zunächst von einem "ernsten Zwischenfall in einem Einsatzland". Die Aufklärung dauere noch, weshalb man sich nicht zu Details äußern könne, hieß es am Mittwochabend.

Mandat im Januar ausgeweitet

Der Bundestag hatte im Januar beschlossen, den deutschen Einsatz in Mali auszuweiten. Demnach können sich bis zu 1.000 deutsche Soldaten am etwa 15.000 Soldaten und Polizisten umfassenden UN-Einsatz Minusma beteiligen. Aufgabe ist die Überwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und den Rebellen.

Frankreich entsandte 2013 Truppen in seine frühere Kolonie, um islamistische Kämpfer zu vertreiben, die den Norden des Landes überrannt hatten. Seitdem halten sich 4.000 französische Soldaten in der Region auf, um gegen die Islamisten zu kämpfen. Gruppierungen wie Al-Kaida terrorisieren den Norden Malis schon lange. Die Extremisten greifen dort immer wieder UN-Friedenstruppen und malische Streitkräfte an. Es kommt aber auch zu Anschlägen im Zentrum und Süden, etwa im November 2015, als Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako angriffen und rund 20 Menschen töteten.

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