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Zwei Reuters-Reporter - Myanmar lässt Journalisten frei

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Der Fall hatte weltweit Proteste ausgelöst: Nun sind zwei in Myanmar inhaftierte Journalisten, die über die Ermordung von Muslimen recherchiert hatten, wieder freigekommen.

Myanmar: Die Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo sind aus der Haft entlassen worden. Wegen Verrat von Staatsgeheimnissen waren sie zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

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Nach mehr als 500 Tagen im Gefängnis hat Myanmar zwei Reporter der Nachrichtenagentur Reuters freigelassen. Die Journalisten durften die Haftanstalt in Rangun vorzeitig verlassen, wie die Agentur bestätigte.

Wa Lone und Kyaw Soe Oo - beide selbst aus Myanmar - waren in dem südostasiatischen Land zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil sie sich bei der Recherche zu Massakern an Muslimen illegal Staatsgeheimnisse beschafft haben sollen. Beide beteuern ihre Unschuld.

Journalisten wollen Arbeit fortsetzen

Die beiden Journalisten winkten und lachten, als sie das berüchtigte Insein-Gefängnis verließen. Wa Lone bedankte sich bei den Unterstützern "auf der ganzen Welt", die sich für ihre Freilassung eingesetzt hatten. Zugleich kündigte der 33-Jährige an, dass er seine Arbeit fortführen werde. "Ich kann es nicht erwarten, in meine Redaktion zu gehen", sagte er. "Ich bin Journalist und ich werde weitermachen". Im April waren Wa Lone und Kyaw Soe mit dem prestigeträchtigen Pulitzer-Preise ausgezeichnet worden.

Der Fall hatte weltweit Proteste ausgelöst. Unterstützer hatten immer wieder an die von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi geführte Regierung appelliert, beide zu begnadigen. Sie wurden aber stets auf die Gerichte verwiesen. Suu Kyi beschuldigte die Reporter sogar, gegen Gesetze verstoßen zu haben.

Armee und Regierung stehen im überwiegend buddhistischen Myanmar wegen der brutalen Verfolgung der muslimischen Rohingya-Minderheit international schwer in der Kritik. Mehr als 700.000 von ihnen sind ins mehrheitlich muslimische Nachbarland Bangladesch geflohen.

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