Sie sind hier:

Zweiertreffen vor G20-Gipfel - Trump lobt Merkel: "Fantastische Person"

Datum:

US-Präsident Trump hat Deutschland in der Vergangenheit immer wieder hart kritisiert. Umso überraschender die Worte, die Trump jetzt bei einem Treffen mit Kanzlerin Merkel fand.

Vor dem G20-Gipfel traf US-Präsident Trump Kanzlerin Merkel.
Vor dem G20-Gipfel traf US-Präsident Trump Kanzlerin Merkel.
Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Plötzlich beste Freunde? Vor Beginn des G20-Gipfels in Japan hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Donald Trump getroffen. Trump lobte die Kanzlerin als "fantastische Person" und "großartige Freundin". Das Verhältnis sei "grandios".

Zuvor hatte Trump Deutschland noch scharf kritisiert für mangelnde Verteidigungsausgaben und zu große Nähe zu Russland. Merkel hob bei dem Treffen mit Trump hervor, dass die deutsche Wirtschaft sehr stark auch in den Vereinigten Staaten investiere.

Womöglich versucht Trump - wie auch schon beim Treffen mit Putin - die Stimmung vor dem spannungsgeladenen G20-Gipfel zu heben. Denn de Differenzen sind enorm, die Aussichten auf Fortschritte in wichtigen globalen Fragen ziemlich gering: Der G20-Gipfel in Osaka hat unter keinen besonders guten Vorzeichen begonnen.

Viele brisante Themen

Denn die wichtigsten Themen des Gipfels sind allesamt brisant: der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der Klimawandel und die Kriegsgefahr in der Golfregion. Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Wirtschaftsmächte (G20) kamen am Freitag zunächst zu Beratungen über die Lage der Weltwirtschaft und Handelsfragen zusammen - noch wichtiger als die Treffen im großen Kreis dürften aber die zahlreichen Einzelgespräche sein.

Putin hatte vor Gipfelbeginn die Flüchtlingspolitik Merkels scharf kritisiert. Ihre Entscheidung, dass im Jahr 2015 Hunderttausende Flüchtlinge in Deutschland Zuflucht suchen konnten, bezeichnete er in einem Interview der britischen "Financial Times" als "Kardinalfehler". Der russische Präsident lobte dagegen Trump als einen talentierten Menschen. "Er weiß sehr gut, was seine Wähler von ihm erwarten", sagte er. "Er hat seine eigene Vision der Welt."

Sein wichtigstes Treffen bei dem Gipfel hat Donald Trump erst am Samstag, kurz vor Ende des Gipfels mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Dann wird sich entscheiden, ob in den seit Monaten festgefahrenen Handelsstreit zwischen beiden Ländern wirklich Bewegung kommt und die Gespräche darüber wieder aufgenommen werden. Medienberichten zufolge soll Trump zugesagt haben, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle auf alle Importe aus China erstmal zu verschieben. Das sei Bedingung Xi Jinpings für das Treffen in Osaka gewesen. Zumindest an dieser Stelle gibt es also ein wenig Hoffnung.

EU pocht auf Klimaschutz

Für Erfolg oder Misserfolg des Gipfels in Osaka wird letztlich entscheidend sein, ob man sich bei den Streitthemen Klimaschutz und Freihandel überhaupt auf gemeinsame Formulierungen in der Abschlusserklärung einigen kann. Beim Klimaschutz war das in den vergangenen beiden Jahren nicht der Fall, da die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgestiegen sind.

Die Europäische Union will keine Formulierung zum Klima akzeptieren, die hinter vorherige Kommuniqués zurückfällt. "Ich denke, dass wir eine starke Erklärung zum Klimawandel brauchen", sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Beim letzten Gipfel in Buenos Aires hatten sich die Gipfelteilnehmer im Dezember mit Ausnahme von Trump zur "uneingeschränkten Umsetzung" des Pariser Klimaabkommens bekannt und festgehalten, dass der Vertrag "unumkehrbar" sei.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

EU-Ratspräsident Donald Tusk warnte zum Auftakt des Gipfels eindringlich vor nationalen Alleingängen. "Die globale Bühne darf keine Arena werden, in der die Stärkeren den Schwächeren ihre Bedingungen diktieren, in der Egoismus über Solidarität und nationalistische Gefühle über gesunden Menschenverstand dominieren", sagte er. Alle Gipfelteilnehmer müssten verstehen, dass sie nicht nur die Verantwortung für die eigenen Interessen, sondern auch für Frieden sowie für eine sichere und faire Weltordnung trügen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.