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Ukraine-Affäre - Zweiter Whistleblower will gegen Trump aussagen

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In der Ukraine-Affäre gibt es laut einem Fernsehsender einen zweiten Tippgeber aus Geheimdienstkreisen, der zur Aussage gegen den Präsident bereit ist. Der gibt sich unbeeindruckt.

Donald Trump am 02.10.2019 in Washington
Die US-Demokraten werfen US-Präsident Trump Amtsmissbrauch vor. (Archivbild)
Quelle: picture alliance/AdMedia

In der Ukraine-Affäre ist nach Informationen des Senders ABC News ein zweiter Informant zur Aussage gegen US-Präsident Donald Trump bereit. Der Sender zitierte am Sonntag den Anwalt Mark Zaid, wonach dessen Mandant weitere Informationen über das brisante Telefonat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe. Der US-Präsident, dem die oppositionellen Demokraten Amtsmissbrauch vorwerfen, zeigt sich von den Vorwürfen unbeeindruckt.

Wie ABC News weiter unter Berufung auf Zaid berichtete, hat der zweite Informant, ebenfalls ein Geheimdienstmitarbeiter, "Kenntnisse aus erster Hand über einige der Behauptungen, die auch in der ursprünglichen Beschwerde genannt wurden". Trump hatte nach den Berichten über den zweiten Informanten am Samstagabend via Twitter erklärt, in Wahrheit habe auch dieser nur "Infos aus zweiter Hand" - "Lasst sie nur kommen!"

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Zweiter Informant soll bereits mit Generalinspekteur gesprochen haben

Der zweite Informant soll bereits mit dem Generalinspekteur der Geheimdienste, Michael Atkinson, gesprochen haben. Atkinson hatte maßgeblich zum Bekanntwerden der Ukraine-Affäre beigetragen, indem er den Kongress über die Beschwerde des ersten Informanten über ein Telefongespräch Trumps mit Selenskyj unterrichtete.

In dem Gespräch am 25. Juli soll Trump den ukrainischen Staatschef zu Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden sowie dessen Sohn Hunter gedrängt haben. Kompromittierendes Material über die Bidens könnte Trump im Kampf um seine Wiederwahl im November 2020 nutzen.

Anwalt: "Mehrere Informanten" die aussagen könnten

Kurz nach dem ABC-Bericht erklärte der Anwalt Andrew Bakaj auf Twitter, die Washingtoner Kanzlei, für die er arbeite, vertrete "mehrere" Informanten, die zu der Ukraine-Affäre aussagen könnten. Dieser Kanzlei gehört auch der Anwalt Mark Zaid an, der über den zweiten Hinweisgeber informierte.

Wegen des Telefonats vom 25. Juli werfen die oppositionellen Demokraten Trump Amtsmissbrauch vor und streben ein Amtsenthebungsverfahren an. Für dessen Vorbereitung hatten sie im Kongress am Freitag unter Strafandrohung die Herausgabe von Dokumenten mit Bezug zur Ukraine-Affäre gefordert.

Das Weiße Haus habe ihnen mit seinen wochenlangen Blockaden "keine andere Wahl" gelassen, als die sogenannte Subpoena auszustellen, erklärten die Vorsitzenden dreier Ausschüsse des Repräsentantenhauses. Nun muss die Herausgabe bis zum 18. Oktober erfolgen.

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