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Tote und Verletzte - Zweites schweres Erdbeben erschüttert China

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Nach den starken Erdstößen in Sichuan im Südwesten Chinas hat ein zweites schweres Beben den Nordwesten des Landes erschüttert. Diesmal ist nur eine dünn besiedelte Region betroffen. In der Provinz Sichuan hingegen steigt die Zahl der Opfer stetig - die Behörden melden mindestens 13 Tote und 175 Verletzte.

In China haben zwei Erdbeben den Süd-Westen und Nord-Westen des Landes erschüttert. In der Provinz Sichuan sind bislang mindestens 13 Menschen getötet und 175 verletzt worden. Laut US-Erdbeben-Warte sollen beide Beben eine Stärke von 6,5 gehabt haben.

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Etwa zehn Stunden nach den Erdstößen in Südwestchina bebt die Erde in China wieder, dieses Mal im Nordwesten des Landes. Während die Zahl der Opfer in der südwestchinesischen Provinz Sichuan am Mittwochmorgen auf 13 Tote und 175 Verletzte stieg, schreckte das zweite Beben die Menschen in der Region Xinjiang aus dem Schlaf. Die Stärke der neuen Erdstöße bezifferte das Erdbebenzentrum auf 6,6.

Betroffen war der wenig besiedelte Kreis Jinghe in der autonomen mongolischen Präfektur Bortala. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von drei Verletzten. Im Umkreis von 20 Kilometern um das Zentrum des Bebens leben den Angaben zufolge nur 760 Menschen. Die neuen Erdstöße waren allerdings in der 400 Kilometer westlich gelegenen Hauptstadt der Region, Ürümqi, zu spüren.

Auch Touristen unter Opfern in Sichuan

Mit dem Tageslicht konnten am Mittwochmorgen (Ortszeit) in Sichuan die Bergungs- und Aufräumarbeiten nach dem Beben vom Vorabend nahe des Naturparks Jiuzhaigou richtig anlaufen. 28 Menschen erlitten schwere Verletzungen. Mindestens fünf der Toten waren Besucher der beliebten Touristenattraktion. Rund 100 Reisende waren nach ersten Angaben in dem Naturpark eingeschlossen worden.

Das Beben in Sichuan hatte nach offiziellen Angaben die Stärke 7,0. Retter suchten in Trümmern nach Verschütteten oder trugen Verletzte in Sicherheit, wie auf Bildern in sozialen Medien zu sehen war. Eine Luftaufnahme, die das Parteiorgan "Volkszeitung" veröffentlichte, zeigte, dass die Häuser in der Kreisstadt Jiuzhaigou am Mittwochmorgen "im Wesentlichen intakt" waren. Auch fuhren Autos durch die Straßen.

Mehr als 1.200 Helfer im Einsatz

Nach Angaben des Staatsfernsehens waren mehr als 1.200 Helfer in Sichuan im Einsatz. Auch vier Hubschrauber seien aufgestiegen, zudem seien Hunderte Soldaten und medizinisches Personal auf dem Weg ins Erdbebengebiet. In der Provinz waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8 in Wenchuan, das nur rund 200 Kilometer von Jiuzhaigou liegt, mehr als 80.000 Menschen ums Leben gekommen.

Die Region liegt an der Südwestspitze des Qinghai-Tibet-Hochplateaus und gilt als eine der erdbebenaktivsten Gegenden Chinas. Im April 2013 waren bei einem Erdbeben in Lushan rund 360 Kilometer südlich von Jiuzhaigou 196 Menschen ums Leben gekommen.

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