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Neues Beben in Kalifornien - Stromausfall in L.A.

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Erdstöße der Stärke 7,1 - Neues Beben in Kalifornien - Stromausfall in L.A.

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Wieder bebt die Erde in Südkalifornien - die Behörden sprechen von den stärksten Erdstößen in der Region seit 20 Jahren. In Teilen von Los Angeles fiel der Strom aus.

Der Süden Kaliforniens ist wieder von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. So stark habe die Erde in der Region seit rund 20 Jahren nicht mehr gebebt, berichteten US-Medien.

Erdbebenstärke von 7,1

Nach Angaben der Erdbebenwarte USGS hatte das Erdbeben vom Freitagabend (Ortszeit) eine Stärke von 7,1. Es gab Berichte über Feuer und Stromausfälle. Der Erdstoß ereignete sich 17 Kilometer nordöstlich der Kleinstadt Ridgecrest, einer Wüstenstadt mit rund 30.000 Einwohnern. Es war die gleiche Region, in der bereits am Donnerstag die Erde gebebt hatte. In der Stadt Trona stürzten offenbar mehrere Gebäude ein. Überall in der Region sei es teilweise zu Ausfällen bei der Energieversorgung gekommen. Verheerende Schäden gab es jedoch nicht.

Das Beben war in weiten Teilen Kaliforniens zu spüren. Auch im 250 Kilometer entfernten Las Vegas im Nachbarstaat Nevada schreckte der Erdstoß die Menschen auf. In Teilen von Los Angeles fiel der Strom aus. Die Feuerwehr im Bezirk Kern County berichtete von zahlreichen Anrufen verängstigter Anwohner. Es sollen mehrere Feuer ausgebrochen sein. Fernsehbilder zeigten Einsatzteams beim Löschen von Bränden. Der US-Fernsehjournalist Lester Holt schrieb auf Twitter, das Kino in Los Angeles, in dem er sich zum Zeitpunkt des Bebens befunden habe, sei evakuiert worden. Panik sei nicht ausgebrochen. Dennoch sei es "furchterregend" gewesen, erklärte Holt.

Karte: Erdbeben bei Ridgecrest
Karte: Erdbeben bei Ridgecrest
Quelle: ZDF


Seismologin: Erdbebenserie geht weiter

Die Behörden teilte in der Nacht mit, Helfer gingen in Ridgecrest von Haus zu Haus. Es lägen zunächst keine Berichte über Todesopfer vor, sagte Feuerwehr-Chef David Witt. In einigen Stadtvierteln sei der Strom ausgefallen. Das genaue Ausmaß der Zerstörung sei zunächst aber noch unklar. Weitere Erdbeben seien wahrscheinlich, warnte Seismologin Lucy Jones von der Erdbebenwarte USGS. "Es handelt sich um eine Serie von Erdbeben, sie geht weiter", sagte Jones vor Journalisten. Dass ein noch stärkeres Beben folgen werde, sei nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich.

Ein Feuerwehrmann am 06.07.2019 in einem abgebrannten Haus in Ridgecrest, Kalifornien
Ein Feuerwehrmann in einem abgebrannten Haus in Ridgecrest, Kalifornien
Quelle: AP
Wir erleben ein sehr starkes Beben. (...) Ich denke, wir müssen unter den Schreibtisch.
Sara Donchey, Moderatorin von CBS Los Angelos

Eine Anwohnerin der Stadt Ridgecrest beschrieb dem Sender CNN, dass der Boden und ihr Haus stark schwankte. Der Strom sei ausgefallen. Die Besitzerin eines Motels schilderte aufgeregt, dass das Gebäude geschwankt habe. Die Gäste seien in Panik aus ihren Zimmern gerannt. Eine Nachrichtensprecherin duckte sich während einer Livesendung unter einen Tisch, als das Beben das TV-Studio erschütterte. "Wir erleben ein sehr starkes Beben. (...) Ich denke, wir müssen unter den Schreibtisch", sagte Sara Donchey vom Sender CBS Los Angeles zu ihrem Co-Moderator, während sie sich an ihn klammerte. Dann rutschte sie von ihrem Stuhl und unter den Schreibtisch.

Bei einem Baseballspiel im Dodger Stadion von Los Angeles sprangen einige Zuschauer von ihren Sitzen auf, als das Stadion plötzlich zu wackeln begann. Die Spieler aber machten einfach weiter.

Gouverneur ruft Notstand aus

Der Gouverneur von Kalifornien hat für die vom Erdbeben betroffene Region den Notstand ausgerufen. Auf diese Weise können schnell Einsatzkräfte und Gelder mobilisiert werden.

Das erste starke Beben am Donnerstag in der Wüstenregion über 200 Kilometer nordöstlich von Los Angeles hatte eine Stärke von 6,4. Es folgten Hunderte Nachbeben. Den Erdstoß am Donnerstag konnten Millionen Menschen von Sacramento im Norden Kaliforniens bis San Diego und von Los Angeles bis nach Las Vegas im Wüstenstaat Nevada sowie an der Nordgrenze Mexikos spüren. Die Kleinstadt Ridgecrest nahe dem Death-Valley-Nationalpark war auch beim ersten Beben am stärksten betroffen.

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