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Sonne, Mond und Sternschnuppen - Das bringt uns der Sternenhimmel 2022

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Zwar fällt das Feuerwerk zum Jahreswechsel vielerorts aus, der Sternenhimmel jedoch enttäuscht uns 2022 nicht: Ein Überblick über anstehende Ereignisse am Himmelszelt.

Schon im Jahr 2020 sorgte ein Perseidenschauer für spektakuläre Aufnahmen. Was erwartet uns 2022 am Himmel?
Schon im Jahr 2020 sorgte ein Perseidenschauer für spektakuläre Aufnahmen. Was erwartet uns 2022 am Himmel?
Quelle: dpa

Auch das Jahr 2022 bringt wieder astronomische Höhepunkte: eine totale Mondfinsternis am 16. Mai, eine partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober und eine Marsopposition am 8. Dezember, bei der der Vollmond gleichzeitig den Roten Planeten bedeckt. Auch die Bedeckung des fernen Planeten Uranus durch den Mond am 5. Dezember gehört zu den Glanzpunkten.

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Wie läuft die Sonnenbahn 2022?

Das astronomische Jahr 2022 beginnt bereits am 31. Dezember 2021 um 9.41 Uhr, wenn die Sonne in ihrer scheinbaren Bahn die Position 280 Grad östlich vom Frühlingspunkt erreicht.

In den Morgenstunden des 4. Januar passiert die Erde den sonnennächsten Punkt ihrer Ellipsenbahn, wobei sie 147.100.000 Kilometer vom Glutball Sonne entfernt ist. Am 4. Juli wandert die Erde durch den sonnenfernsten Punkt und ist dann von dem Stern 152.104.000 Kilometer entfernt.

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Erwarten uns 2022 Sonnenfinsternisse oder Mondfinsternisse?

Im Jahr 2022 finden vier Finsternisse statt, zwei partielle Sonnenfinsternisse und zwei totale Mondfinsternisse. Während die partielle Sonnenfinsternis vom 30. April von Mitteleuropa aus unbeobachtbar bleibt, kann die partielle Sonnenfinsternis vom 25. Oktober hierzulande in den Vormittags- und Mittagsstunden verfolgt werden.

Die totale Mondfinsternis vom 16. Mai kann in den frühen Morgenstunden von Mitteleuropa in ihrer ersten Hälfte beobachtet werden. Noch vor Mitte der Finsternis geht der Mond jedoch unter. Die totale Mondfinsternis vom 8. November bleibt in unseren Gegenden unsichtbar.

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Wann können wir 2022 die meisten Sternschnuppen bewundern?

Die meisten Sternschnuppen sind in den Monaten August und November zu sehen. Neben sporadischen Meteoren treten mehr oder minder regelmäßig Sternschnuppenschwärme auf, wenn die Erde den Pulk eines Meteoroidenstromes kreuzt. Der August gilt als der Sternschnuppenmonat schlechthin.

Die große Zahl der Meteore in den ersten Augusttagen ist auf den Strom der Perseiden zurückzuführen, deren maximale Tätigkeit zwischen dem 9. und 13. August liegt. Vom 13. bis 30. November treten am Morgenhimmel die Leoniden in Aktion. Das Maximum ist in der Nacht vom 16. auf 17. November zu erwarten - wobei im Jahr 2022 mit einer eher bescheidenen Leoniden-Aktivität zu rechnen ist.

Wann können wir im neuen Jahr welche Planeten sehen?

Der Merkur ist als sonnennächster und kleinster Planet schwierig zu beobachten. Anfang Januar, Ende April und Ende Dezember erscheint der Planet am Abendhimmel knapp über dem Westhorizont. Anfang Oktober zeigt er sich als fahler Lichtpunkt in der beginnenden Morgendämmerung tief im Osten.

Venus wechselt am 9. Januar vom Abend- auf den Morgenhimmel - bis in den Oktober hinein. Danach erscheint sie wieder am Abendhimmel. Auch Mars ist im Frühjahr am Morgenhimmel vertreten. Bis zum Spätherbst wird er zum Planeten der gesamten Nacht, wobei seine Helligkeit deutlich zunimmt. Im Dezember ist der rötlich-gelbe Planet ein auffälliges Gestirn.

Am 8. Dezember kommt der Rote Planet im Sternbild Stier in Opposition zur Sonne. An diesem Tag kommt es zu einem besonderen Ereignis: Mars wird in den Morgenstunden vom Vollmond bedeckt. Jupiter beherrscht zu Jahresbeginn den Morgenhimmel. Am 26. September kommt er in Opposition oder Gegenschein zur Sonne. Damit ist seine günstigste Beobachtungsperiode erreicht: Sichtbarkeit die ganze Nacht über, geringste Entfernung von der Erde und somit maximale Helligkeit und größter scheinbarer Durchmesser des Planetenscheibchens.

Saturn wird am 4. Februar von der Sonne eingeholt und steht unbeobachtbar am Taghimmel. Im März erscheint der Ringplanet am Morgenhimmel. Er erreicht am 14. August im Sternbild Steinbock seine Opposition zur Sonne, bis Jahresende ist er dann am Abendhimmel vertreten.

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