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Jimi Hendrix seit 50 Jahren tot - An der Gitarre ein Gott, am Leben gescheitert

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Kurz und rauschhaft war das Leben von Jimi Hendrix. Er gilt als größter Rock-Gitarrist des 20. Jahrhunderts - und starb mit 27 Jahren einen kleinen und elenden Drogen-Tod.

Rocksaenger und Gitarrist Jimi Hendrix
Rocksänger und Gitarren-Gott Jimi Hendrix bei seinem Auftritt auf dem Love-and-Peace-Festival auf der Ostsee-Insel Fehmarn.
Quelle: dpa

18. August 1969: Das Woodstock-Festival ist eigentlich schon vorbei. Wegen des schlechten Wetters haben sich einige Auftritte jedoch verschoben. Und so betritt nun jener junge Mann die Bühne, der zwei Jahre zuvor seinen Durchbruch gefeiert hat. Die Version der Nationalhymne, die er präsentiert, ist alles andere als patriotisch: Die Gitarrentöne klingen verzerrt, eher nach Misstönen.

Der junge Mann hieß Jimi Hendrix. Auf den Tag genau 13 Monate später war er tot - blieb aber weltberühmt, nicht nur für den Auftritt in Woodstock.

Hendrix begeisterte sich früh für Musik

Seine Karriere begann der 1942 in Seattle geborene Hendrix im Alter von 20 Jahren - im Rampenlicht standen zunächst aber andere. Hendrix begleitete Stars wie Curtis Knight, Ike & Tina Turner oder Sam Cooke an der Gitarre. Little Richard, der im Mai diesen Jahres starb, erinnerte sich später:

Jimi stahl mir die Show. Ich dachte, die Leute applaudierten mir, aber sie applaudierten ihm.
Little Richard, Rock-Star

Aber Hendrix wollte mehr als nur Begleitmusiker sein, eine eigene Karriere als Gitarrist, Sänger und Songwriter starten. 1966 überredete ihn Chas Chandler, Bassist der Band "The Animals", mit ihm nach London zu kommen. Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Mitch Mitchell und dem Bassisten Noel Redding gründete er die Band "The Jimi Hendrix Experience". Ihre Show entwickelte sich zu einer Sensation und Hendrix zu einem schwarzen Musiker mit einem weißen Publikum. Stars wie Paul McCartney, John Lennon, Pete Townshend und Eric Clapton waren begeistert.

Auf Monterey Pop Festival Gitarre angezündet

Das Publikum liebte besonders die Live-Auftritte. Wie Hendrix da, die toupierten Haare kunstvoll von einem Stirnband gehalten, mit Fingern, Lippen und Zähnen sein Instrument bearbeitete, zum Liebesobjekt machte und am Schluss oft zerstörte. Der Verstärker blieb fast immer aufgedreht. Warum, erklärte Hendrix so:

Der Glaube kommt zu den Leuten durch Elektrizität. Darum spielen wir so laut. Wir wollen, dass unser Sound direkt die Seele der Menschen trifft.
Jimi Hendrix

Und spätestens als Hendrix im Sommer 1967 auf dem Monterey Pop Festival seine Gitarre in Brand steckte, war er ein Star. Er erklärte später, die Geste sei eine Art Opfer gewesen. "

Man opfert Dinge, die man liebt. Ich liebe meine Gitarre.
Jimi Hendrix, 1967

Aber: Der Aufstieg zum Weltstar und die immensen Erwartungen überforderten ihn. Hendrix begann, immer mehr Drogen zu konsumieren und sich zurückzuziehen. Seinen letzten Rausch überlebte er nicht. Um Hendrix' Tod im Londoner Apartment seiner deutschen Freundin Monika Dannemann rankten sich lange Zeit Gerüchte.

Gitarrenlegende starb kleinen, elenden Tod

Allen Anzeichen und auch der offiziellen Version zufolge starb die Gitarren-Legende am 18. September einen kleinen, elenden und zufälligen Tod. Nach einer Flasche Wein und möglicherweise zu hoch dosierten Schlaftabletten erstickte er an seinem eigenen Erbrochenen.

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