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ADAC-Wissenstest - Radfahrer wissen zu wenig über Verkehrsregeln

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Der ADAC hat bei Radfahrenden das Wissen über aktuelle Verkehrsregeln abgefragt. Das Ergebnis: unbefriedigend. Viele Antworten seien lückenhaft oder schlicht falsch gewesen.

Eine Radfarhrerin fährt am 19.04.2020 in Berlin auf der Straße an parkenden Autos vorbei.
Laut ADAC wissen Radfahrer nicht ausreichend über die aktuellen Verkehrsregeln Bescheid.
Quelle: dpa

In einem deutschlandweiten Wissenstest des ADAC für Radfahrende haben viele eine mangelnde Kenntnis der aktuellen Verkehrsregeln gezeigt. Nur ein Prozent der 4.500 befragten Radfahrerinnen und Radfahrer ab 14 Jahren konnte fast alle Testfragen korrekt beantworten, wie der Automobilclub am Donnerstag mitteilte.

Große Schere zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlichem Wissen

Im Durchschnitt seien 60 Prozent der Antworten richtig gewesen. Abgefragt wurden unter anderem das Wissen zu...

  • Radwegen
  • Kindern auf dem Gehweg
  • Alkoholgrenzen
  • Handybenutzung

Laut ADAC waren nicht nur viele Antworten lückenhaft oder falsch - auch klafften Selbsteinschätzung und tatsächliche Kenntnis der Vorschriften weit auseinander: Knapp 80 Prozent der Befragten halten sich nach eigenen Angaben an Regeln, kennen diese aber nur teilweise.

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8 min
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Kinder auf dem Gehweg

  • Für Kinder im Alter von bis zu acht Jahren Pflicht: Laut Umfrage wussten das nur 18 Prozent.
  • Für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren erlaubt, wenn weder baulich angelegter Radweg noch Seitenstreifen vorhanden: Das wussten laut ADAC nur 15 Prozent der Radfahrenden.
  • Benutzungspflicht bei blauem Radwegschild: Hier antwortete nur ein Viertel der Befragten richtig.

Auch sei mehr als ein Drittel der Befragten fälschlicherweise davon überzeugt gewesen, dass das Fahren gegen die Einbahnstraße erlaubt sei.

Alkohol auf dem Sattel

40 Prozent sei außerdem nicht bewusst gewesen, dass Alkohol auf dem Sattel ab 1,6 Promille als Straftat eingestuft, diese mit Punkten und Geldstrafe geahndet wird und zudem der Verlust des Führerscheins droht.

Fußgängerzonen und Busspuren: Hier wussten Radfahrer gut Bescheid

  • Radfahrende dürfen nicht in Fußgängerzonen fahren: Diese Regel kannten fast 80 Prozent der Befragten.
  • Radfahrende dürfen keine Busspuren nutzen: Mit 63 Prozent war fast zwei Dritteln der Befragten klar, dass das verboten ist.

Im Jahr 2020 ist die Zahl verunglückter Radfahrender um 5,6 Prozent gestiegen. An vielen Stellen gibt es in Berlin kaum Radwege. Eine Gefahr.

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Zu den Ergebnissen des ADAC-Wissenstests sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand:

Unwissenheit kann gefährlich werden, weil sie das Risiko von Konflikten erhöht und im schlimmsten Fall zu Unfällen führt.
Gerhard Hillebrand, ADAC-Verkehrspräsident

Dies gelte für alle Verkehrsteilnehmer. Daher sollten sich sowohl Auto- als auch Radfahrer regelmäßig über Neuerungen informieren und ihre Regelkenntnisse auffrischen.

Grafiken

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von Andreas Hottmann
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