ZDFheute

Überschwemmungen in Afghanistan

Sie sind hier:

Mindestens 100 Tote - Überschwemmungen in Afghanistan

Datum:

Sturzfluten haben in der afghanischen Provinz Parwan eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Das Ausmaß der Katastrophe ist noch immer nicht ganz klar.

Einwohner suchen nach Opfern in einer Schlammlawine nach schweren Überschwemmungen in der Provinz Parwan (Afghanistan), aufgenommen am 25.08.2020
Sturzfluten in Afghanistan - Einwohner suchen nach Überlebenden
Quelle: AP

In Afghanistan sind bei Sturzfluten mindestens 100 Menschen gestorben. Fast 250 weitere seien in der Provinz Parwan nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul verletzt worden, teilte der Direktor der Gesundheitsbehörde, Fatiullah Warasta, mit. Unter den Opfern seien auch viele Kinder.

Auch Provinzhauptstadt Tscharikar betroffen

Die Bewohner wurden laut den Behörden mitten in der Nacht von plötzlichen Überschwemmungen überrascht. In der Provinzhauptstadt Tscharikar wurden durch die Fluten rund 500 Häuser zerstört.

Fernsehbilder des TV-Senders "Tolonews" zeigten Bagger und Helfer, die in eingestürzten Häusern und unter Erdmassen nach Opfern suchten. Dutzende Angehörige warteten vor Krankenhäusern. Von der Provinz wurde den Familien schnelle finanzielle Hilfen versprochen.

Rettungskräfte suchen nach Überlebenden

Die Zahl der Opfer könne noch steigen, da Rettungskräfte noch unter zerstörten Häusern nach Menschen suchten, sagte Wahida Schahkar, Sprecherin der Provinz Parwan.

Präsident Aschraf Ghani sei von dem Unglück zutiefst betroffen, teilte Regierungssprecher Sedik Sedikki auf Twitter mit.

Die Katastrophe übersteige die Hilfsmöglichkeiten vor Ort, hieß es aus der Provinzverwaltung. Die Behörden hätten die betroffenen Gebiete besichtigt und hoffen auf Unterstützung aus Kabul. Sie befürchten zudem viele weitere Opfer. Die Rettungs- und Aufräumarbeiten könnten noch Wochen dauern, hieß es.

In Afghanistan kommt es häufiger zu Überflutungen

Besonders schwere Sturzfluten gab es in Afghanistan auch im Frühjahr 2019. Mehr als 10.000 Häuser wurden damals laut dem UN-Nothilfebüro Ocha zerstört, rund 180.000 Menschen waren von den Fluten betroffen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.