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Klöckner bestätigt Schweinepest-Fall

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Nach Verdacht in Brandenburg - Klöckner bestätigt Schweinepest-Fall

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Nun ist es amtlich: Die Schweinepest ist in Deutschland angekommen. Agrarministerin Klöckner hat einen Verdachtsfall in Brandenburg nun bestätigt.

In Brandenburg wies ein Wildschwein-Kadaver den Erreger der afrikanische Schweinepest auf. Somit ist die tödliche Krankheit für Haus- und Wildschweine in Deutschland angekommen.

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Die Afrikanische Schweinepest ist erstmals in Deutschland nachgewiesen worden. Die für Menschen ungefährliche Tierseuche ist bei einem toten Wildschwein in Brandenburg bestätigt worden, wie Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Der Kadaver war wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt im Spree-Neiße-Kreis gefunden worden.

Schweinepest für Menschen ungefährlich

Für Menschen ist die Schweinepest ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine hingegen ist sie tödlich. In Polen gibt es schon seit einiger Zeit Fälle der Afrikanischen Schweinepest.

Erste Maßnahmen zum Schutz wurden bereits seit Mittwoch vorbereitet. Der Sprecher des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft verwies darauf, dass es in den vergangenen Jahren mehrere Großübungen für den Umgang mit Tierseuchen gegeben habe. Ein fester Schutzzaun im Kreis Spree-Neiße an der Grenze zu Polen war geplant, ist aber noch nicht gebaut. Ein mobiler Zaun steht dort bereits.

Zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest hat Brandenburg als erstes Bundesland Zäune errichtet – entlang der polnischen Grenze, zwischen Frankfurt an der Oder und Sachsen.

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Wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter

Der Ausbruch der Schweinepest kann massive wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter haben: Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums könnten Exporte in Nicht-EU-Staaten, vor allem nach Asien, weitgehend wegfallen.

Für den Export nach China beispielsweise muss bislang zertifiziert werden, dass Deutschland ASP-frei ist. Der Handel innerhalb der EU kann jedoch aufrechterhalten werden. Nur für Betriebe in der Umgebung des Fundorts gibt es Einschränkungen.

750.000 Schweine in Brandenburg

In Brandenburg wurden nach Angaben des Landesbauernverbands vom November 2019 rund 750.000 Schweine in etwa 170 Betrieben gehalten. Aus Brandenburg werden Ferkel insbesondere in andere Bundesländer und EU-Staaten exportiert.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) war mehrere Monate nach einem Ausbruch in Westpolen nach Angaben der Bundesregierung im August wieder etwas von Deutschland abgerückt.

Während im März der westlichste Fundort eines an Schweinepest gestorbenen Wildschweins in Polen etwas mehr als zehn Kilometer von der deutschen Grenze gelegen habe, lag der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens im August laut Bundesagrarministerium wieder weiter östlich.

Jagdverband hatte vor Schweinepest gewarnt

Brandenburg hatte wegen der grenznahen Fälle in den beiden Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße sowie in der Stadt Frankfurt (Oder) einen 120 Kilometer langen mobilen Elektroschutzzaun errichtet. Er sollte an der Grenze zu Polen vor wandernden Wildschweinen schützen.

Der brandenburgische Landesbauernverband und der Deutsche Jagdverband hatten nach den Fällen in Polen zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
Landwirte ergriffen strenge Sicherheitsmaßnahmen.

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