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Nach Hochwasserkatastrophe - Fahrlässige Tötung im Ahrtal? Prüfung läuft

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Hat die Flutkatastrophe im Ahrtal juristische Folgen? Ein Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung sei gegeben, erklärt die Staatsanwaltschaft Koblenz. Ein Verfahren wird geprüft.

Nach der Flutkatastrophe fragen sich viele: Hätten mit früheren Warnungen Menschenleben gerettet werden können? Jetzt prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie Ermittlungen einleitet.

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Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens nach der Unwetterkatastrophe im Ahrtal. Es gebe den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung infolge möglicherweise unterlassener oder verspäteter Warnungen oder Evakuierungen, teilte die Behörde am Montag mit.

In die Prüfung würden neben Presseberichten auch Feststellungen aus Todesermittlungsverfahren und weitere polizeiliche Hinweise einbezogen.

Zwölf Tote in Betreuungseinrichtung in Sinzig

Es lägen inzwischen auch polizeiliche Erkenntnisse zum Tod von zwölf Menschen in einer Betreuungseinrichtung in Sinzig vor, hieß es weiter. Diese würden daraufhin ausgewertet, ob sich aus ihnen der Anfangsverdacht von Straftaten ergebe.

Nach den Unwettern und dem darauf folgenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern Mitte Juli wurden inzwischen mehr als 180 Todesopfer registriert. Das rheinland-pfälzische Ahrtal war von der Katastrophe besonders betroffen.

Zu späte Reaktion auf Flut-Warnung?

Am Wochenende berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", dass der Landkreis Ahrweiler offensichtlich in der Nacht vor der Flutkatastrophe vom Landesumweltamt gewarnt worden sei, darauf aber nicht rechtzeitig reagiert habe.

Die Kreisverwaltung habe neben online veröffentlichten Informationen im Laufe des Abends mehrere automatisierte E-Mails des Landesamts erhalten, in denen auch der prognostizierte enorme Pegelstand von fast sieben Metern mitgeteilt worden sei, heißt es in dem Bericht.

Versäumnisse beim Katastrophenschutz

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Die Kreisverwaltung wollte diesen Bericht am Sonntag nicht kommentieren und verwies auf einen späteren Zeitpunkt. Für Landrat Jürgen Pföhler (CDU) habe die Wiederherstellung der Versorgung der Menschen im Flutgebiet derzeit oberste Priorität, hieß es.

138 Tote im Ahrtal nach Flutkatastrophe

Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte mehrfach erklärt, dass die Abläufe rund um die Warnungen und Einleitung von Rettungsmaßnahmen im Ahrtal aufgearbeitet werden sollen.

Die Zahl der Menschen, die in der Flutkatastrophe im Ahrtal ihr Leben verloren haben, ist am Montag auf 138 gestiegen. Weiterhin vermisst werden 26 Bewohner, wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilte.

Politik | Länderspiegel - Ahrtal: Das lange Chaos nach der Flut 

Mehr als zwei Wochen nach der Flutkatastrophe ist in Altenahr von Alltag noch immer keine Spur. Trotzdem versuchen die Menschen dort irgendwie Ordnung ins Chaos zu bringen.

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