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Corona verändert Drogenkonsum

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Mehr Alkohol und weniger Kokain - Corona verändert Drogenkonsum

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Die Corona-Krise veränderte viele Bereiche des öffentlichen Lebens. Laut der EU-Drogenbeobachtungsstelle ging auch der Konsum einiger Drogen zurück, nicht aber deren Produktion.

Während der Corona-Krise wurde mehr Alkohol konsumiert. Archiv
Während der Corona-Krise wurde mehr Aolkohol konsumiert. Archiv
Quelle: Martin Gerten/dpa

Während der Corona-Krise sind europäische Drogenkonsumenten in vielen Ländern von illegalen Rauschmitteln auf Alkohol umgestiegen oder sogar auf andere gefährlichere Substanzen. Die Produktion der Drogen sei jedoch in etwa gleich hoch geblieben, so dass Zwischenhändler auf großen Mengen sitzen dürften, berichtete die EU-Drogenbeobachtungsstelle.

Auch verlagerte sich der Handel ins Internet, und Dealer hätten die Drogen nach Hause geliefert. Am stärksten sei der Konsum von Kokain und synthetischen Drogen wie Ecstasy zurückgegangen, schrieben die Autoren des 24-seitigen Berichts. Wegen der Ausgehbeschränkungen habe es kein Nachtleben mehr gegeben, wo solche Aufputschmittel am ehesten konsumiert werden. Auch sei der Straßenverkauf kaum noch möglich gewesen.

Alkohol ersetzt teilweise Cannabis

Anders das Bild bei Cannabis: Gelegentliche Nutzer hätten den Konsum eher eingeschränkt, stärker Abhängige hingegen ausgeweitet. Und: Vor allem Cannabis-Nutzer seien auf Alkohol umgestiegen.

Es sei aber auch eine Zunahme bei gefährlicheren Drogen wie zum Beispiel dem aus einem Lösungsmittel hergestellten GHB beobachtet worden. Langeweile im Lockdown und Angstzustände seien dazu als Gründe in einer Umfrage genannt worden. In mehreren Ländern sei auch eine Zunahme des privaten Anbaus von Cannabis auf dem heimischen Balkon registriert worden.

Drogenkonsum insgesamt gestiegen

Ob die Änderungen dauerhaft seien, könne noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Es sei jedoch dringend geboten, die Entwicklung genau zu beobachten, schrieb die EU-Drogenbeobachtungsstelle.

Insgesamt ist der weltweite Drogenkonsum laut den Vereinten Nationen seit rund einem Jahrzehnt stark angestiegen. Rund 269 Millionen Menschen hätten 2018 Rauschgifte zu sich genommen, teilte das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung in Wien mit.

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