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Internationaler Asteroidentag - Brocken im All: Beschuss von Asteroid geplant

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Die Gefahr von Asteroiden-Einschlägen ist allgegenwärtig, aber laut Forschern nicht sehr groß. Dennoch wird der Himmel gescannt - zudem planen Esa und Nasa ein gemeinsames Projekt.

Asteroid
Asteroiden-Experten scannen den Himmel, um gefährliche Brocken aus dem All rechtzeitig zu sehen.
Quelle: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Es gibt sie - die Gefahr von Asteroiden-Einschlägen. Deswegen richten die Raumfahrtbehörden zunehmend ihr Augenmerk auf die Brocken aus den Weiten unseres Sonnensystems. Auch die Abwehr dieser Überreste der Planetenentstehung ist längst keine Science-Fiction mehr. Der Beschuss von Asteroiden ist nicht nur Gegenstand von Katastrophenfilmen, sondern ist in den Köpfen von Forschern und soll in Kürze erstmals Realität werden.

Asteroiden-Experte: "Kein Grund zur Panik"

Angst vor möglichen Einschlägen muss man Experten zufolge aber derzeit nicht haben. Richtig große Brocken sind nicht auf Kollisionskurs mit unserem Heimatplaneten. "Es gibt keinen Grund zur Panik", sagt der Asteroiden-Experte der europäischen Raumfahrtagentur Esa, Detlef Koschny, anlässlich des Asteroidentages. Überraschungen kann es aber immer geben. "Es gibt viele Objekte da draußen, die wir noch gar nicht kennen."

Welche zerstörerische Kraft Asteroiden haben können, zeigt der Einschlag eines rund zwölf Kilometer großen Brockens vor rund 66 Millionen Jahren in Mexiko. Er gilt weithin als Ursache für das Aussterben der Dinosaurier. Nach einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Senckenberg-Biodiversität-und-Klima-Forschungszentrums in Frankfurt waren globale Finsternis, starke Abkühlung, Waldbrände und eine Versauerung der Ozeane die Folgen des Einschlags.

Asteroiden und Meteoriten können auf Kollisionskurs mit der Erde gehen. Wie groß diese Himmelskörper werden können, zeigt ein 3D-Modell.

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Wenn so etwas auf die Erde zukommt, hat man nicht viele Optionen, sagt Alan Harris, Asteroidenforscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Da müsste man versuchen, mit einer Reihe von atomaren Sprengköpfen die Bahn abzulenken. "Das würden wir aber Jahrhunderte im Voraus wissen."

Wir sind sicher, dass nichts am Himmel ist, das die Erde treffen könnte, das größer ist als ein Kilometer.
Alan Harris, Asteroidenforscher 

Asteroiden-Mission "Hera"

Vorbereitet auf etwaige Gefahren aus dem All möchten die Raumfahrtbehörden dennoch sein. Schon heute wird der Himmel gescannt und nun starten Esa und Nasa ein gemeinsames Projekt, um erstmals in der Geschichte der Raumfahrt den Orbit eines Asteroiden verändern.

Die US-Sonde "Dart" soll 2022 in 150 Millionen Kilometer Entfernung in den kleineren Brocken eines Doppelasteroiden einschlagen. 2024 soll dann die nach einer griechischen Göttin benannte und vom Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt gesteuerte Mission "Hera" starten und den "beschossenen" Teil des Asteroiden untersuchen.

Koschny zufolge wird "Dart" mit eine Geschwindigkeit von knapp sieben Kilometern pro Sekunde aufschlagen. Bei einer solchen Geschwindigkeit wäre man in weniger als zwei Minuten von Amsterdam in München. "Für die Asteroiden-Abwehr ist das schon ein Meilenstein."

Asteroiden - lebensspendende Eigenschaften?

Asteroiden sind Harris zufolge Fluch und Segen zugleich. Der Gefahr von Einschlägen steht die möglicherweise lebensspendende Eigenschaft gegenüber. "Die Idee ist, dass die Asteroiden, die wir heutzutage sehen, verwandt sind mit den Bausteinen der Erde, mit den ursprünglichen Körpern, die die Erde aufgebaut haben." Man vermute, dass diese vielleicht die Hauptquelle von Wasser sind.

Das ist wirklich so, Asteroiden können das A und das O des Lebens auf der Erde sein.
Alan Harris, Asteroidenforscher 

Welche Möglichkeiten es zur Asteroiden-Abwehr gibt, erklärte Forscher Alan Harris im ZDF heute-Interview:

Hera-Mission

Abwehr von Himmelskörpern - Diese Methoden gibt es, um Asteroiden abzulenken 

Was tun, wenn ein Asteroid die Erde bedroht? Forscher proben gerade den Ernstfall und schicken Raumsonden auf Kollisionskurs. Raumfahrtexperte Alan Harris über Möglichkeiten.

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