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Regenwald in Brasilien - Amazonas: Schwerste Waldbrände seit 13 Jahren

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Ein neuer Tiefpunkt für den Regenwald Brasiliens: Das Weltrauminstitut Inpe meldet die schlimmsten Waldbrände seit langem. Umweltschützer warnen auch vor der steigenden Abholzung.

Archiv, Brasilien, Porto Velho: Flächenbrand im Regenwald von Amazonas.
Flächenbrand im Amazonas-Regenwald: Die Brände im Juni gelten als die schlimmsten seit 13 Jahren.
Quelle: dpa

Im Schatten der Corona-Pandemie in Brasilien haben die Waldbrände im Amazonas einen neuen Negativrekord erreicht. Im Juni habe es die heftigsten Brände in den vergangenen 13 Jahren gegeben, teilte das Weltrauminstitut Inpe laut der Tageszeitung "Estado de São Paulo" mit.

Insgesamt wurden 2.248 Feuer registriert, das entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat einer Steigerung von fast 20 Prozent. Die Umweltorganisation Greenpeace äußerte die Befürchtung, dass sich die Umweltkatastrophe des vergangenen Jahres wiederholen wird.

Experten: Feuer durch Brandrodung

Damals wüteten im Amazonas-Regenwald die schwersten Waldbrände seit mehr als 20 Jahren, die sich auch auf Bolivien und Peru ausdehnten. Experten gehen davon aus, dass die meisten Feuer durch Brandrodung in abgeholzten Gebieten entstanden sind.

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So groß wie England: Diese Fläche Amazonaswald haben Landräuber seit 1997 illegal besetzt. Mit fatalen Folgen. Umweltschützer geben Brasiliens Regierung eine Mitschuld.

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Die Regierung unter Präsident Jair Bolsonaro hatte das Budget der Umweltbehörde Ibama und damit auch die Kontrollen im Regenwald drastisch gekürzt. Für illegale Holzfäller kommt damit die Politik von Bolsonaro fast einem Freifahrtschein gleich.

Auch die Abholzung des Regenwaldes ist von August 2019 bis Juni dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut Inpe um mehr als 34 Prozent gestiegen.

Es ist kaum zu hoffen, dass die Umweltkatastrophe, die wir im letzten Jahr mit einer Reihe krimineller Brände erlebt haben, in diesem Jahr geringer ausfallen wird.
Rômulo Batista, Greenpeace Brasilien

Schließlich gebe es eine Regierung, die gegen die Umwelt vorgehe und unfähig sei, die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes zu verhindern. Brasilien beheimatet fast 60 Prozent des Amazonas-Gebiets, des größten Regenwalds der Welt.

Bolsonaro: Abholzung eine "Lüge"

Bolsonaro hatte im vergangenen Jahr die Daten von Inpe, das seit 30 Jahren die Abholzung des Regenwaldes via Satellit dokumentiert, öffentlich als "Lüge" abgetan und als "Umweltpsychose" bezeichnet.

Dem Chef von Inpe, Ricardo Osório Galvão, warf er vor, "im Auftrag internationaler Nichtregierungsorganisationen" zu handeln und verfügte seine Entlassung.

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