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Brasilien - Zerstörung des Amazonas-Waldes geht weiter

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In Brasilien werden weiter große Flächen des Amazonas-Gebietes abgeholzt. Der Kipppunkt, der das Ende des Regenwaldes bedeuten könnte, kommt immer näher.

Abgeholzter Amazonas-Regenwald am 03.09.2021.
Zerstörung des Amazonas-Waldes schreitet voran
Quelle: Reuters

Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Gebiets geht auf hohem Niveau weiter. 10.476 Quadratkilometer Wald gingen laut der Umweltorganisation WWF von August 2020 bis Juli 2021 verloren. Der WWF hatte Daten des Amazonas-Forschungsinstituts Imazon mit Sitz in Belén ausgewertet. Zum Vergleich: Die Fläche ist vier Mal so groß wie das Saarland. Am Sonntag beging Brasilien den Tag des Amazonas und erinnerte damit an die Gründung der Provinz Amazonas durch Dom Pedro II. im Jahr 1850.

In weiten Teilen Brasiliens herrscht derzeit Wassermangel und Trockenheit. Zudem verzeichnet das Amazonas-Gebiet die schlimmste Abholzung und die schlimmsten Brände seit mehreren Jahren.

Verlieren wir den Amazonas, verlieren wir einen der größten Kohlenstoffspeicher dieses Planeten.
Dirk Embert, Südamerikaexperte beim WWF Deutschland

Man steuere auf auf den Kipppunkt zu, bei dem sich das Gebiet in eine Steppe verwandle.

Die Saison des Feuers hat wieder begonnen. Es brennt so viel Fläche wie nie zuvor. Die meisten der aktuellen Brände im Amazonas-Regenwald und im Pantanal sind menschengemacht.

Beitragslänge:
4 min
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Präsidenten Bolsonaro unterstützt Abholzungen

Kritiker werfen dem rechten Präsidenten Jair Bolsonaro, seit 1. Januar 2019 im Amt, vor, ein Klima geschaffen zu haben, in dem sich Bauern immer mehr zur Landnahme für landwirtschaftliche Nutzung ermutigt fühlen. Ein großer Teil des 6,7 Millionen Quadratkilometer großen Amazonasbecken liegt in Brasilien.

Der Regenwald des Beckens erstreckt sich über neun Länder Südamerikas und eine Entfernung wie von Berlin bis Bagdad. Indigene Gruppen aus Südamerika pochten beim Kongress der Weltnaturschutzunion (IUCN) in Marseille erneut darauf, 80 Prozent des Amazonas-Gebiets bis 2025 unter Schutz zu stellen. Außerdem wollen sie die neuen geschützten Gebiete selbst verwalten.

Die "Hüter des Waldes" im Kampf gegen den Klimawandel

Die Coica mit Sitz in Quito (Ecuador) vertritt mehr als zwei Millionen Indigene in Südamerika. Sie beruft sich auf wissenschaftliche Studien, unter anderem der Welternährungsorganisation, die zuletzt gezeigt haben, dass Indigene die besten "Hüter des Waldes" im Kampf gegen Umweltschäden und Klimawandel seien. Wo sie über Landtitel verfügen, wird demnach wesentlich weniger abgeholzt als in anderen Regionen.

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