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Missbrauchs-Skandal um Epstein : Deal von Prinz-Andrew-Klägerin veröffentlicht

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Bei den Missbrauchsanschuldigungen gegen den britischen Prinzen Andrew kommt ihm womöglich eine außergerichtliche Einigung aus dem Jahr 2009 zugute.

Eine Frau aus New York gibt an, als 17-jährige vom britischen Prinz Andrew missbraucht worden zu sein. Der hofft auf eine Schweigevereinbarung Epsteins mit dem Opfer.

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Bei den Missbrauchsanschuldigungen gegen den britischen Prinzen Andrew kommt ihm womöglich eine am Montag veröffentlichte außergerichtliche Einigung aus dem Jahr 2009 zugute.

Demnach hatte die US-Amerikanerin Virginia Giuffre mit dem Multimillionär Jeffrey Epstein vereinbart, niemanden aus dessen Umfeld zu beschuldigen, der als "potenzieller Angeklagter" gelten könnte.

Andrew wird in Vertrag nicht namentlich erwähnt

Der Vertragstext wurde am Montag in einem New Yorker Gericht veröffentlicht. Die Anwälte des Prinzen argumentieren, dass diese Klausel Giuffre daran hindern sollte, Andrew jetzt zu belangen - obwohl er namentlich nicht direkt erwähnt wird.

Der Vergleich aus dem Jahr 2009 sieht vor, dass weiteren Klagen im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen ein Riegel vorgeschoben wird. Im Gegenzug erhielt Giuffre 500.000 Dollar (im November 2009 umgerechnet rund 330.000 Euro).

Giuffre hat Andrew im August in einer Zivilklage in den USA vorgeworfen, sie mehrmals als 17-Jährige sexuell missbraucht zu haben. In ihrer Klage gegen Epstein hatte Giuffre außerdem erklärt, Epstein habe sie für sexuelle Treffen mit vielen Männern um die Welt geflogen.

Virginia Giuffré sagte im August des vergangenen Jahres, sie sei als Minderjährige mehrfach von Andrew sexuell missbraucht worden.

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Prinz Andrew bestreitet Vorwürfe

Prinz Andrew war bereits mit dem Versuch gescheitert, die Klage mit anderen Mitteln zu stoppen. Unter anderem hatte er sich wochenlang einer Zustellung der Klageschrift entzogen, indem er seinen Wohnsitz auf dem Gelände von Schloss Windsor mied.

Später versuchte er die Klage zu vereiteln, indem er seine Anwälte argumentieren ließ, die inzwischen in Australien lebende Giuffre könne nicht in den USA vor Gericht ziehen. In beiden Fällen scheiterte er. Ob sich Andrew mit juristischen Kniffen vor dem Urteil der Öffentlichkeit schützen kann, ist fraglich.

Unglaubwürdig klangen seine Beteuerungen in einem BBC-Interview aus dem Jahr 2019 - beispielsweise als er behauptete, er könne wegen eines im Falkland-Krieg erlittenen Schocks nicht schwitzen. Der Bericht Giuffres über einen gemeinsamen Club-Besuch, bei dem er heftig geschwitzt haben soll, sei daher nicht ernst zu nehmen.

Expertin: Fraglich, ob Vergleich rechtskräftig

Andrews Anwälte argumentieren, dass die Einigung von 2009 eine Anklage verhindere. Giuffre wolle "einen weiteren Zahltag auf seine (Andrews) Kosten und auf Kosten derer, die ihm an nächsten stehen", schrieben sie.

Epsteins Missbrauch von Giuffre rechtfertigt nicht ihre öffentliche Kampagne gegen Prinz Andrew.
Andrews Anwälte

Giuffres Anwälte hatten dagegen stets erklärt, dass die Einigung mit Epstein keine Relevanz für einen möglichen Prozess gegen Andrew habe.

Ob die extrem weit gefasste Abmachung rechtskräftig ist, scheint fraglich. "Das ist die Art von Vertragsbestimmung, die oft von Gerichten als unwirksam befunden wird", sagte die ehemalige New Yorker Staatsanwältin Moira Penza der BBC.

Epstein-Lebensgefährtin schuldig gesprochen

Am vergangenen Mittwoch wurde die einstige Lebensgefährtin Epsteins, Ghislaine Maxwell, wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch schuldig gesprochen. Maxwell wurde zur Last gelegt, Mädchen im Teenageralter beschafft zu haben, damit der Multimillionär diese missbrauchen konnte.

Die Geschworenen haben Ghislaine Maxwell schuldig gesprochen. Sie habe dem Netzwerk des Multimillionärs Epstein Minderjährige zugeführt, die dann sexuell missbraucht wurden.

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Andrew steht seit Jahren wegen seiner früheren Freundschaft zu Epstein in der Kritik und hat deshalb seine royalen Aufgaben beendet. Epstein nahm sich 2019 in einer Gefängniszelle das Leben, bevor ein Prozess wegen sexuellen Missbrauchs gegen ihn beginnen konnte.

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